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Tag: Traum

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Zehn Minuten Urlaub am Meer

Der Sekundenzeiger auf meiner Digitaluhr bewegt sich im Minutentakt weiter. Die Stimmen um mich herum werden zu einem Rauschen. Ich schließe die Augen und hoffe das ich heimlich schlafen kann. Referate die keine Spannung haben sind ungefähr das schlimmste was man einem Studenten bei 37° Celsius an einem Montagnachmittag zumuten kann. (Das ist kein Angriff auf das nette Referat von gestern!) In solchen Momenten will man einfach nur in den Urlaub flüchten. Berge, Seen oder ans Meer. Ich kann das Rauschen des Meeres praktisch direkt neben meinem Ohr hören.

Nur mit Badehose und Handtuch bewaffnet liege ich am Strand. Die Sonne brennt in einer angenehmen Temperatur und wird durch eine leichte Briese soweit abgekühlt das man es auch länger als 30 Minuten aushält liegen zu bleiben. Die Kühltruhe neben mir enthält angenehm temperiertes Bier. Ich hadere mit dem Gedanken jetzt schon eins zu trinken. Nein. Erst einmal ins Wasser. Vorsichtig taste ich mich voran bis ich mit den Knien im Wasser verschwunden bin. Die Temperatur ist perfekt. Angenehm kühl. Ich schwimme einige Runden durch den Pazifik und freue mich wie eine kleine Robbe über diesen perfekten Tag am Strand.

Als ich wieder aus dem Wasser komme, schaue ich auf die Uhr. Ist es schon nach vier? Darf ich ein Bier trinken? Aber irgendwie ist meine Uhr kaputt. Der Minutenzeiger bewegt sich in Sekundenschnelle und auf einmal rennt der Stundenzeiger hinterher. Die eben noch dagewesene Sonne verwandelt sich in einen grinsenden Mond, der lachend untergeht und mich in ein komplett schwarzes Loch wirft. Als ich die Augen wieder öffnen kann, sitzen um mich herum 20 Menschen und schauen “gespannt” an die Tafel. Der Beamer projiziert immer noch. Der zaghafte Blick auf die Uhr bringt mich zurück in die Realität. Zehn Minuten war ich im Urlaub.

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June 8, 2010 Posted by Mike in Musik

Music was my first love and it will be my last

Die Sonne ist schon lange untergegangen und auch der Nachbar aus der Spätschicht hat bereits das Licht ausgemacht. Die Noten steigen erst einzeln und gemächlich aus den Lautsprechern, dann immer öfter und kräftiger. Minuten werden zu Stunden und Momente werden zu einer Ewigkeiten andauernden Symbiose aus Gefühlen und Melodien.

Musik wird als Katalysator gebraucht. Als direkt Verbindung des Fremden in unser Herz. Die Hoffung, die Trauer, das Glück und der Frust einer fremden Person manifestieren sich in diesen Sekunden als Morphium für die Seele in unseren Körpern und sprechen, auch ohne Worte, das aus was der eigene Verstand nicht greifen kann.

Diese Symbiose entführt in längst vergessene Gedanken und manchmal auch in komplett neue Welten. Jede Textzeile bekommt in diesen Momenten eine Bedeutung. Lieder werden auch nach Jahren noch mit bestimmten Ereignissen verbunden. Bei jeder Strophe schießen uns Erinnerungen durch den Kopf. Es werden Hollywoodreife Filme im Kopfkino produziert und alles dies passiert in dem Bruchteil einer Sekunde. Aber nicht nur die Worte auch die Melodien verzaubern unsere Gedanken, nehmen uns mit, tragen uns und erlauben es uns in eine Welt einzutauchen in der Träume Realität sind und die Realität nur ein blasser Schimmer am Horizont.

In diesen Momenten wollen wir ewig leben. Wir genießen die Zeit alleine oder zu zweit oder mit 1000 anderen Gästen in einer ausverkauften Stadion Arena. Augen geschlossen, Hände in der Luft oder unter dem Kopf summen, singen oder tanzen wir mit den Künstlern um die Wette und hoffen das diese drei Minuten nie vergehen werden. Denn die Zeit danach ist zumeist schlimmer als die davor. Repeat unser einziger Freund. Stille unser Tod.

Musik ist eine Droge. Die einzige die zu leisten es sich wirklich lohnt.

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