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Tag: Studium

Alarmed! | Howard Dickins on Flickr
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Warum der Wecker immer dreimal klingelt

Die Uhrzeit die Windows in der Taskbar anzeigt ist dank meines Hintergrundbildes nicht zu entziffern. Nicht weiter schlimm. Ein Blick aus dem Fenster genügt um zu wissen wie spät es ist. Zu spät. Der Himmel wird bereits in ein freudiges Hellblau getaucht und auch die Sonne kitzelt die ersten Dachgiebel mit ihren warmen Strahlen. Mich kitzelt die Nervosität. Abgaben, Termine, Verpflichtungen und das Leben kloppen sich in meinem Gehirn um den ersten Platz des "Mit mir verbringst du aber heute die meiste Zeit" Preises. Heute. Eine lustige Definition. Bestimmt von Menschen im Ruhestand entwickelt. Sie trifft schon längst nicht mehr auf meinen Schlaf/Wach Rhythmus zu. Dafür sorgen die Universität und ziemlich viel Kaffee. Ich schlafe dann wenn ich umfalle. Nicht eher. Nervosität und so.

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Altgebäude TU Braunschweig
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...the next day sun will rise

Das war es also nun. Irgendwie hatten wir es uns anders vorgestellt. Mehr TamTam, mehr Trara und vor allem, mehr Tränen, Rotz und Billigbier. Aber vor drei Jahren war es für jeden von uns ja schon einmal so gewesen. Wir hatten einen Zettel in der Hand. Schwarz auf Weiß stand für uns da drauf, dass wir die Größten sind. Wir waren für einen Augenblick, für den einen Moment in der Vergangenheit die Könige und Königinnen der Welt. Kurz darauf war dieser Schlachtzug auch schon wieder vergessen und das Abi nur zu einer weiteren Station im Lebenslauf geworden.

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bridge | (c) Wolfgang Staudt
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Pläne. Das ist was für Anfänger.

Seltsam wie sich Dinge von einem Tag auf den anderen ändern können. Ich hatte einen Plan. Einen wirklich guten, schönen und ausgefeilten Plan. Ich wollte Soziologe werden. Ein großer Soziologe. Nicht in der Ungleicheitsforschung oder der Arbeitssoziologie. Nein. Der Bereich der Architektur bzw. Stadtsoziologie hatte es mir angetan. Läpple, Löw, Delitz und Dangschat. Ich richtete mein komplettes Studium darauf aus. Ich fuhr sogar auf den Soziologenkongress und nahm an einem Wettbewerb in diesem Bereich teil. Mein Bachelorarbeitsthema hatte ich mir auch schon überlegt… und dann? Dann war das Thema nicht im Bereich Stadtsoziologie sondern im Bereich politische Kommunikation angesiedelt. Scheiße war’s. Also alles auf Anfang. Die letzten drei Semester wurden praktisch egal. Alles was ich links liegen gelassen hatte wurde auf einmal wieder interessant. Trotzdem. Ich wollte darüber schreiben. Unbedingt. Mache ich jetzt auch. Die Entscheidung dazu hab ich in einer Sekunde auf die andere spontan getroffen. Nur war es auch die richtige?

Ich denke ja. Ich hab das Studium ja angefangen um etwas in der Politik zu ändern. Ich bin dann zwar auf die andere Seite gezogen worden, aber dennoch war die politische Kommunikation immer noch eins meiner Lieblingsthemen. Abgeordnete, Berater und Lobbyismus. Ein Wirkungsfeld das verschriener nicht sein könnte. Sobald man nur Lobbyismus erwähnt, werden Skandale, Bestechungen und andere unschöne Dinge herangezogen um die Arbeit zu illustrieren. Allerdings immer von denen die sich nie groß damit beschäftigt haben. Hätten sie das, wüssten sie das das was sie da erzählen nicht stimmt. Die Realität ist anders. Schlimmer. *diabolisches grinsen bitte jetzt einfügen* Nein Scherz. Ich glaub “Thank you for Smoking” verleitet einen dazu alle Lobbyisten in einen Pott zu packen und zu stereotypisieren. Der gemeine Lobbyist ansich ist ein gesetztestreuer, Überstunden schiebender Klinkenputzer. Aber er kann Veränderungen herbeiführen. Positiv sowie negativ. Umwelt oder Atom? Sprit oder Elektroauto? Alles ist möglich.

Werde ich mich für gut oder böse entscheiden? Weiß ich nicht. Momentan überlege ich gar nicht direkt in die Lobbyarbeit (Ein *höhö* an Konsi und Jay die eh an was anderes denken als ich in dieser Sekunde) zu gehen, sondern viel mehr auf der Seite der Politik zu arbeiten. Dort etwas zu bewirken, im Bereich Stadtplanung evtl. um dort dann wieder etwas mehr auch Architektur oder Stadtsoziologie zu praktizieren. Oder ich werde Professor. Oder ich schreib einfach erst einmal meine Bachelorarbeit und sehe dann weiter - weil Pläne sind was für Anfänger.

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12 CP und zwei WPK’s

Gestern durften wir uns in der Universität die Informationsveranstaltung zum 3. Studienjahr anhören. Genauso wie schon am Anfang des Studiums und als wir ins 2. Studienjahr kamen. Manch einer mag jetzt denken was der Schwachsinn denn soll jedes Jahr eine Infoveranstaltung für das gleiche Studium anzubieten. HAHA! Das selbe dachte ich bis nach der zweiten Veranstaltung auch. Allerdings ist es mir damals und auch gestern wieder aufgefallen, das wir praktisch immer wieder in andere Studiengänge geworfen werden. Es ändern sich ständig irgendwelche Dinge.

Im ersten Jahr gab es keine Nebenfächer außer VWL. Im zweiten sind Nebenfächer dann Pflicht und im dritten können sie sogar schon die Basismodule zum Teil ersetzen. Das nenn ich mal eine Top Evolution. Aber jetzt wird es harig und die Dozenten fangen an mit CPs um uns zuwerfen und sagen das müsst ihr machen und das und das. Achja das Praktika solltet ihr auch fertig haben und ihr müsst WPKs wählen. Bitte was, WPKs? Hallo? Das kenn ich aus der Realschule, aber an einer Uni? Das ist echtmal sehr strange.

Zum Schluss heißt es dann im sechsten Semester wird die Bachelorarbeit abgegeben, welche 12 CP zählt.. Alter die zählt ganze 12 CP. Weniger als ein Seminar aus dem fünften Semster. Find ich ja schon irgendwie lächerlich, da zählten ja sogar die Abiturprüfungen im Abitur mehr. Irgendwie wirkt das aber auch alles noch nicht wirklich 100% durchdacht. Evtl. haben die neuen 1. Semster mehr Glück, als die 3. Generation an Versuchskanninchen.

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Die Uni, Den Haag und eine Exkursion

Urlaub. Ich will, entschuldigt Korrektur, wollte Urlaub. Jetzt fahr ich immerhin nach Den Haag. Zwar mit der Uni und mit Programm ab morgens um 09:00 Uhr, aber hey… I’m outta here.

Um 08:00 Uhr geht’s los. Über Osnabrück straight in Richtung Den Haag. Neben dem Internationalen Gerichtshof werden wir uns das Tribunal für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien ansehen sowie die NGO zur Präventation (ist das überhaupt ein Wort?) vom Chemiewaffen. Unterwegs wird in Osnabrück natürlich noch der Friedenssaal von 1643 (zumindest in dem Jahrzehnt) besichtigt und natürlich fahren wir nach Amsterdam.

Ich wünsche euch allen eine angenehme (sofern es das bei euch gerade gibt) Exkursionswoche. Solltet ihr arbeiten und genervt sein, schaut einfach immer und immer wieder alle sechs Staffeln von LOST! Das lenkt ab. Oh oder besucht komische Internetseiten. Stuttmann.de oder Nichtlustig.de je nachdem ob ihr intelligent oder eher semi-intelligent seit. Wobei letzteres für beide Seiten eher semi-intelligent ist. =)

Ich mach mich auf zum Bahnhof. #kaffee #dringend

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Its got to be bad before it gets good

Halbzeit. 18 Monate sind vorbei. Ich kann mich an die ersten Tage erinnern, als wären sie gestern gewesen. Aber die Zeit so viel man sie auch genießt und probiert auszukosten bewegt sich nun unaufhaltsam auf das Ende zu. Das vorgesehene Ende. Evtl. kann ich ein Viertel evtl. sogar eine ganze Hälfte Nachspielzeit ergattern. Dann ist aber Ende! Schicht im Schacht! Aus die Maus! Danach bin ich entweder Bachelor oder naja, Hartzer!

Unumgänglich mit dieser Tatsache kommen des Nachts so langsam auch diese Gedanken, diese kleinen Fetzen die immer größer werden. Erst war es nur ein Summen, ein Vibrieren meiner Neurosynapsen. Mittlerweile jedoch feiern die da oben eine ausgelassene Raverparty. Aber sowas von. Sie vermengen, berühren und verschmelzen meine Gedanken zu einem Orkan der mit lautem Getöse durch meinen Kopf rast und Ausziehen, Ausziehen schreit. Weg, sie wollen alle weg. Sie wollen raus aus dieser Stadt. Die Welt erkunden, Leute treffen und Pinguine klatschen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Braunschweig. Es ist nicht zu klein, nicht zu groß, hier fühl ich mich richtig wohl. Danke F.R! Aber trotzdem will man nicht sein ganzes Leben in einer und jetzt müssen wir einfach mal Fakten nennen, Zonenrandgebietsmetropole leben. Ich würde sicherlich Braunschweig als Stadt für meinen Lebensabend in Erwägung ziehen, aber momentan möchte ich die Welt erkunden. Finnland, Portugal oder Rumänien. Egal wo, Hauptsache fremde Menschen, Kultur und andere Lebensarten.

Einfach weg! Ohne Blick zurück! Einmal um die Welt und zurück. Freunde mitnehmen und das Leben leben. Einfach mal das tun was man denkt ohne Klausur oder Hausarbeit. Der beste Bruch dafür wäre zwischen Bachelor und Master. Aber das ist noch so lange hin. Doch wie sagte schon Day One? Its got to be bad before it gets good!

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