Zwischen den Kastanienbäumen

Ich kenne dich schon sehr lange. Eigentlich schon immer. Wenn man es ganz genau nimmt, mein Leben lang. Wir haben uns oft gesehen. Dann immer seltener. Und in letzter Zeit beinahe jeden Moment, der blieb. Oder ich mir die Zeit nehmen wollte. Doch an diesem mit grauen Schleierwolken behangenen Morgen, als die Nahen und die Fernen, die Vertrauten und die Fremden zu einer kleinen Lichtung am Rande des Waldes kamen, warst du nicht bei ihnen. Sie schwatzen wild durcheinander. Von alten Zeiten und von neuen Möglichkeiten. Sie redeten unaufhörlich. Fast unverschämt laut und grell lachten und weinten, kicherten und jammerten sie. Ich wartete noch einen Augenblick bevor ich ihnen den Weg hinunter in den dunklen Wald folgte. Vielleicht würdest du ja doch noch kommen.

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We’ll take you down the only road we have ever been down

Der Abrisskalender auf dem Schreibtisch ist bei letzten Blatt angekommen. Passte er am Anfang des Jahres nicht mal in die Hosentasche, so kann man in heute in das Geldfach seines Portemonnaies stecken. Ein ganzes Jahr passt auf einmal in die Hosentasche. Dort verstaut wirkt es auf einmal so unscheinbar, klein und kurz. Vermutlich wird es zerknicken. Stücke werden herausgerissen und mit anderen Informationen überschrieben. Irgendwann wird es ein Flickenteppich sein der im Papierkorb endet und somit in Vergessenheit gerät.

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