Music was my first love and it will be my last
Die Sonne ist schon lange untergegangen und auch der Nachbar aus der Spätschicht hat bereits das Licht ausgemacht. Die Noten steigen erst einzeln und gemächlich aus den Lautsprechern, dann immer öfter und kräftiger. Minuten werden zu Stunden und Momente werden zu einer Ewigkeiten andauernden Symbiose aus Gefühlen und Melodien.
Musik wird als Katalysator gebraucht. Als direkt Verbindung des Fremden in unser Herz. Die Hoffung, die Trauer, das Glück und der Frust einer fremden Person manifestieren sich in diesen Sekunden als Morphium für die Seele in unseren Körpern und sprechen, auch ohne Worte, das aus was der eigene Verstand nicht greifen kann.
Diese Symbiose entführt in längst vergessene Gedanken und manchmal auch in komplett neue Welten. Jede Textzeile bekommt in diesen Momenten eine Bedeutung. Lieder werden auch nach Jahren noch mit bestimmten Ereignissen verbunden. Bei jeder Strophe schießen uns Erinnerungen durch den Kopf. Es werden Hollywoodreife Filme im Kopfkino produziert und alles dies passiert in dem Bruchteil einer Sekunde. Aber nicht nur die Worte auch die Melodien verzaubern unsere Gedanken, nehmen uns mit, tragen uns und erlauben es uns in eine Welt einzutauchen in der Träume Realität sind und die Realität nur ein blasser Schimmer am Horizont.
In diesen Momenten wollen wir ewig leben. Wir genießen die Zeit alleine oder zu zweit oder mit 1000 anderen Gästen in einer ausverkauften Stadion Arena. Augen geschlossen, Hände in der Luft oder unter dem Kopf summen, singen oder tanzen wir mit den Künstlern um die Wette und hoffen das diese drei Minuten nie vergehen werden. Denn die Zeit danach ist zumeist schlimmer als die davor. Repeat unser einziger Freund. Stille unser Tod.
Musik ist eine Droge. Die einzige die zu leisten es sich wirklich lohnt.
[Image via flickr.com // Federico Coppola]





