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Tag: Braunschweig

Bosse | Staatstheater Braunschweig
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[Konzert] Bosse - Staatstheater Braunschweig

Vor einiger Zeit verstarb der (Theater-)Regisseur, Aktionskünstler und Talkmaster Christoph Schlingensief. Da der werte Herr auch einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig inne hatte, erschien es dem Staatstheater Braunschweig nur logisch eine spontane Spendenaktion für sein Operndorf in Burkina Faso auf die Beine zu stellen. In Rahmen dieser Aktion spielten Bosse ein kostenloses Unplugged Konzert im Großen Saal des Staatstheaters Braunschweig.

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Guten Morgen, Braunschweig!

Als sich die schwere Eingangstür mit den letzten herausströmenden Beats öffnet, blenden mich die ersten hellen Sonnenstrahlen des neu angebrochenen Tages. Glänzend weißes Licht gleitet durch meine Finger und lässt meine Augen zu Schlitzen formen. Mein Kopf dröhnt, meine Beine gleichen einer übergroßen Weingummischlange. Das Hemd wird zugeknöpft, der Nikotinrauch aus dem Sakko geklopft und mit hektischen Bewegungen aus dem übrig gebliebendem Haarwachs eine halbwegs gutaussehende Frisur gezwirbelt. Ein Blick nach rechts und ein Blick nach links – Vertautes Terrain.

Ab geht’s die Straße entlang - Vorbei an tüchtigen Flaschensammlern und kotzenden Jugendlichen, vorbei an flackernden Blaulichtern, aufgemotzten Spinnerkarren und streitenden Paaren, die sich gegenseitig mit Schimpfwörtern vollgestopfte Duden an den Kopf schmeißen. Im ZickZack laufe ich zwischen den leeren Glasflaschen und den Flecken nicht identifizierbarer Substanzen entlang. Meine Augen brennen, meine Gehirnzellen feiern, jedoch ohne mich überhaupt eingeladen zu haben. Ein besoffener Clown bietet mir einen Schluck aus seinem Tankstellen-Tetrapackwein an – Ich lehne dankend ab, denn der warme und göttlich duftende Dönerbudengeruch betäubt meine Sinne. Mich zieht es samt Socken aus den Schuhen und ich schwebe wie ein Vogel direkt auf den überdimensionalen Dönerspieß zu. Der Freund am anderen Ende der Theke klatscht nach meinen Wünschen das gesamte Brot voll. Ein prächtiger Speichelfluss lässt sich in aller letzter Sekunde verhindern. Ich zahle 50 Cent zu viel und begründe mit den Worten „weil heute dein Glückstag ist!“. Beim Verlassen des Tempels meiner morgendlichen Retter hinterlasse ich wie einst Hänsel und Gretel eine wegweisende Spur aus Zwiebeln und Kraut. 2 Minuten Inhalieren und mein Gesicht gleicht einem Saustall.

„Schüss, schön’amd noch!“ (Achtung Insider!) hallt es durch meine Ohrmuschel, als ich mit einem Klingeln den Kiosk meines Vertrauens verlasse. Mittlerweile ist es taghell und die ersten arbeitskräftigen Muggel setzen sich in Bewegung. Sonntags! Trottel! .. Ein Schluck aus der Bierflasche – Scheiße, es schmeckt immer noch wie das erste Bier des Abends – Tierisch gut! Erst meine Beine, dann folgt im Gleichschritt mein Oberkörper. Wie der Anführer der Dorftrottel latschen meine Füße Richtung Heimat, dicht gefolgt von einem Schweif einer Geruchsmischung aus Schweiß, Alkohol und kaltem Rauch. Das Display meines Handies feiert eine fette Rauschparty, bekannte Buchstaben verformen sich zu antiken Hyroglyphen. Verpasste Anrufe lassen sich nicht mehr identifizieren, die aktuelle Uhrzeit schon gar nicht. Kurz nach vorne geschaut - Falsch abgebogen – Wo bin ich? Es dauert eine Ewigkeit, bis ich den gelb gepflasterten Pfad nach Oz finde.

Nachdem nun mein gesamter Schlüsselbund im Schloss steckte und ich es mir allmählich auf meiner Fußmatte bequem machen wollte, springt beim allerletzten Versuch die Tür endlich auf. Wie schon in der Dönerbude pflastere ich mit meinen Klamotten einen Weg durch den Flur ins Schlafzimmer, wo ich mich mit einem durchaus sehenswerten Bauchklatscher ins Land der Träume begebe.

Der nächste Tag beginnt – Morgens um 14.30 Uhr. Schmerzen. Ich sterbe. Schmerzen. Mein Oberkörper kommt nicht hoch. Leiden. Schmerzen… Die Bettdecke hängt über meinem Nachttisch, Kissen liegen verstreut im Zimmer herum. Ich folge dem mir unbekannten Weg aus Klamotten ins Badezimmer. Spieglein, Spieglein an der Wand – Man siehst du scheiße aus! Ein Blick in die Küche – Chaos. Das Klirren mehrerer leerer Bierflaschen lässt meinen Schädel fast zum Platzen bringen. Die Zahnräder meines Hirns rotieren wie verrückt, als ich versuche die umherliegenden Puzzleteile zu einem halbwegs sinnvollen Bild zusammenzustecken – Keine Chance. Dreizehn verpasste Anrufe und sechs unbeantwortete SMS, dazu eine Eigennotiz, dessen Sinn ich bis heute suche. Und dann kommt der berühmte Spruch, den wir uns selber schon so oft sagen hören haben: „Scheiße man! Ich trinke keinen Alkohol mehr …“

„ … bis nächsten Freitag.“

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Abiballkarten Neue Oberschule 2010

Das Gymnasium Neue Oberschule aus Braunschweig bat mich dieses Jahr ihre Abiballkarten, für den Abiball 2010 in der Stadthalle, zu entwerfen.

Diesjähriges Abimotto war der Spruch "...nur Weltmeister sein ist schöner!" Welcher zu durchaus gemischten Gefühlen und teils heftigen Diskussionen anregte. Die Logogestalltung ist nicht von mir.

Arbeitszeit: 3 Stunden
Programme: Photoshop

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Keine Flashmobs in Braunschweig [Update]

Wie ich gerade über Gulli erfahren habe, dürfen keine Flashmobs mehr in Braunschweig stattfinden. Anlass hierzu war der mittlerweile dritte Aufruf eines Braunschweigers in einer StudiVZ Gruppe Anfang August auf dem Schlossplatz ein Picknick abzuhalten. Irgendwie schien das dem Ordnungsamt dieses Jahr nicht zu passen. Mit einigem Aufwand machten sie den Gruppengründer aus und überbrachten im folgende frohe Botschaft: "Jegliche öffentliche Flashmobs in Braunschweig sind illegal und werden notfalls mit einer Allgemeinverfügung verboten und polizeilich aufgelöst."

Begründet wird dies dadurch, dass "Öffentliches Eigentum gefährdet" sei: "Auf meine Frage, was denn gefährdet sei, antwortete mir Herr Heidelberg vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit, dass das Sandsteinpflaster vorm Schloss teuer sei. Die Frage, inwiefern dieses Pflaster, über das tagtäglich Tausende von Frauen in High-Heels stolzieren, durch samtene Decke von Picknickern gefährdet sei, wurde mir leider nicht beantwortet."

Deshalb bittet der Gruppengründer nun alle Leute dies weiterzutragen:

"Aus diesem Grund ist mir wichtig, alle Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger darauf hinzuweisen, dass am 8.8. von 16 bis 18 Uhr KEIN Picknick auf dem Braunschweiger Schlossplatz stattfinden wird. Jeder Braunschweiger, der am 8.8. auf dem Schlossplatz eine Decke ausbreitet, Speis und Trank zu sich nimmt, mit Freunden plaudert, lacht, singt oder Tango tanzt, wird voraussichtlich mit Polizeigewalt daran gehindert.

UPDATE:Mittlerweile wird nicht mehr zum Beenden der Aktion aufgerufen sondern zum Anschluss an die Demo: "Wir sind die Picknicker - Sitzdemonstration mit gemeinsamen Essen für Versammlungs- und Meinungfreiheit und gegen das Verbot von Flashmobs in Braunschweig."

Mike Siedersleben

[via Gulli]
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Geschichten des ASB

"Hier wird nicht lamentiert, hier gibts gleich was auf die Fresse." So lautet zumindest der Name einer Gruppe in der Studenten-Online-Community StudiVZ.net. Inwiefern und ob dieser Satz wirklich zutreffend ist, davon mache ich mir seit dem 04.02.2008 als Zivildienstleistender im Behindertenfahrdienst des ASB Braunschweig selbst ein Bild. Dieses Bild werde ich euch in unbestimmten zeitlichen Abständen (unregelmäßig) weiter malen. So das ihr zum Ende meiner Zivildienstzeit umfassend über den ASB Landesverband Braunschweig informiert seit.

Wo fängt man denn am besten an? Evtl. bei meinem gerade so abgewendeten Disziplinarverfahren, oder doch eher bei der Besprechung unserer Dienstanweisung? Vielleicht beginnt man aber auch einfach mit der Verkehrssicherheit unseres Fuhrparks. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, hätte das eben tun sollen. Nun ist es zu spät! Seis denn, ich erzähl euch einfach mal wie es zu meinem Diszi gekommen ist.

Aufgrund der Tatsache das vor Erstellung der Dienstanweisungen, häufig Unfälle beim Rückwärts fahren passierten, wurde dieser Punkt in die DA mir aufgenommen. So hat der Beifahrer nun immer und ausnahmslos auszusteigern, wenn der Wagen Rückwärts bewegt werden soll. Naja ich war Beifahrer und habe nicht wirklich außerhalb unseres KFZs gestanden und mein Kollege ist dann mit Schmackes gegen eine frei stehende Laterne gesmashed! War ziemlich laut und ziemlich kaputt das ganze. Das richtig doofe daran war aber auch, das mir das nach 2 Wochen schon passiert ist. Das war echt nicht gut. Dieser Vorfall hat dann auch so ein bisschen die letzen 3 Wochen überschattet.

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