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Tag: Bild

© Q-BEE on Flickr.com | Bild muss weg
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Wir sind Helden, Jung von Matt und wie die BILD ins Bild passt

Bloggers Lieblingsthema Nummer Eins an diesem Freitag? Die Anfrage von Jung von Matt an die werten Menschen von Wir sind Helden ob sie nicht Lust hätten in der neuen Kampagne der BILD-Zeitung mitzuwirken. Es geht um die seit zwei drei Jahren laufende Kampagne in der Prominente auf Plakaten, im Kino oder auf dem heimischen Fernseher ihre, angeblich (muss man leider sagen) ungeschönte Meinung zur BILD – Zeitung allen Menschen kundtun. Ob die das nun wissen wollen oder einfach nur den SAT1 FilmFilm gucken wollen.

Irgendwie fanden Wir sind Helden und insbesondere Judith Holofernes das dann nicht so toll. Sie haben scheinbar was gegen die BILD-Zeitung. Auf ihrer Internetseite haben sie dann auch einen öffentlichen Antwortbrief auf die doch recht nette Anfrage von Jung von Matt veröffentlicht. In diesem kommt sowohl die BILD als auch Jung von Matt nicht gerade gut weg. Besonders jedoch die BILD-Zeitung wird ziemlich ins negative gerissen. Jung von Matt wird nur, man könnte sagen, “enttarnt.” Es wird auf den Grundgedanken der Kampagne eingegangen und was allgemein gute und schlechte Presse in der Werbung zu bedeuten haben.

Judith Holofernes weiß das alles so genau weil sie angeblich mit den meisten der Menschen von Jung von Matt zusammen studiert hat. Nach eigener Aussage. Jedoch gestallt sich durch diese Aussage und die damit einhergehende Tatsache das sie weiß wie Werbung funktioniert, das Glauben aller weiteren und vorhergegangen Aussagen Frau Holofernes als schwierig. Zumindest in meinen Augen. Sie kritisiert sich im Grunde genommen selbst - während sie den Antwortbrief schreibt.

Ihre These ist erstmal, dass selbst wenn man in der Reklame etwas Negatives über die BILD sagt, man vermutlich ein schlechtes Gewissen hat, da man für die BILD Reklame gemacht hat. Dies versucht die BILD mit einer Spende in Höhe von 10.000€ zu kompensieren die sie für jeden Prominenten spendet der mitmacht. Ich persönlich sehe die Aktion als weniger kritisch. Aber gut. Im Endeffekt jedoch schreibt Frau Holofernes die Reklame auf Papier, im Gegensatz dazu das sie sie unter BILD Regie evtl. im Fernsehen zum Besten gibt.

Beides läuft nämlich auf das selbe hinaus. Die BILD und in diesem Falle auch Wir sind Helden (deren Server am Freitag btw überlastet waren) stehen in der Presse. Ich will hier keinen Falls böse Absichten unterstellen. Aber wer nach eigener Aussage mit den ganzen Menschen von Jung von Matt studierte und dadurch ach soviel über Werbung gelernt hat, dem sollte sich eigentlich erschließen das die Aktion zwar ganz nett ist und auch interessant, aber irgendwie das gleiche wie die Reklame im Fernsehen. Nur halt ohne Spende. Was dann doch wieder negativ ist.

Der Brief von Wir sind Helden ist auf der Band Homepage einzusehen.

Die BILD muss weg?!
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[Essay] BILD - Dir (D)Eine Meinung

Kreatives Schreiben ist eins von vielen Wahlfächern, welches man für den erfolgreichen Abschluss des Bachlors of Arts in den Intigrierten Sozialwissenschaften belegen muss. Hierbei lernt man, wie man einen Essay schreibt, einen Kommantar verfasst oder eine wissenschaftliche Arbeit publiziert. Als Bewertungsgrundlage für das erfolgreiche Bestehen dieses Seminars dient ein Essay über ein frei wählbares Thema. Aufgrund der Tatsache, dass es besonders in der letzten Zeit wieder vermehrt zu Problemen damit gekommen ist, habe ich als Thema die BILD gewählt. Dies ist die Einleitung

Von Bildern und Buchstaben

Vier Großbuchstaben. Weiß auf rot. BILD. Für die einen ist es eine Zeitung, für die anderen das schlimmste legale Presseerzeugnis, das Deutschland je hervor ge-bracht hat. Die Geschichte beginnt mehr oder weniger unscheinbar im Jahre 1952 in Ham-burg: Axel Springer, der 1946 zusammen mit seinem Vater den Axel Springer Ver-lag gründete, hatte sich während der Besatzungszeit der Briten von deren Boule-vardpresse inspirieren lassen und wollte etwas Ähnliches auch in Deutschland aufbauen. „Mitarbeiter und Freunde beobachten, wie er [Axel Springer] auf dem Boden seines Wohnzimmers hockt, umgeben von Zeitungsausschnitten, Schlagzei-len, Fotos und Zeichnungen. Mit Papier, Schere und Kleister bastelt der Verleger am Layout für eine neuartige Zeitung“. Wenig später erscheint am 24. Juni 1952 die erste Ausgabe der BILD Zeitung. Diese wird kostenlos in der Hamburger Innenstadt verteilt und ist ab dem folgenden Tag für zehn Pfennig am Kiosk erhältlich. Gennantes brachte der Bild Zeitung einen langjährigen Spitznamen ein – Groschenblatt.

In den Anfangstagen macht die BILD ihrem Namen alle Ehre. Sie enthält zu dieser Zeit oft Artikel, die nur aus einem Bild und der dazugehörigen Unterschrift beste-hen. Die Definition einer Zeitung sieht allerdings anders aus: Eine Zeitung sei ein „in regelmäßiger Folge erscheinendes Presseerzeugnis, das durch öffentliche Zu-gänglichkeit, Zeitnähe und inhaltliche Vielfalt gekennzeichnet ist.” Nach meinem Verständnis sollte eine Zeitung zudem seriös, diffe-renziert, unparteiisch und weitestgehend objektiv sein oder zumindest aus ver-schiedenen Positionen über die aktuellen Geschehnisse in der Welt berichten.

Wenn ich aber an die BILD denke, fällt es mir schwer, dieser Zeitung die eingangs genannten Eigenschaften zuzuordnen. Vielleicht hat die BILD gerade deswegen im Laufe der Jahre auf den Untertitel „Zeitung“ verzichtet. Doch nicht nur mir geht es so: In der Gesellschaft ist die BILD auch eher negativ behaftet. Dies muss ich zu-mindest immer wieder feststellen, wenn ich mit Freunden oder Familie über ebendiese Zeitung diskutiere. Viele von ihnen kritisieren den Sensationsjournalismus und die unmenschlichen Recherchemethoden der BILD, welche ich später an einem Beispiel der Persönlichkeitsrechtsverletzung von Danny Freymark (Mitglied der Jungen Union) erläutern möchte. Die deutsche Punkband „Die Ärzte“ drückt es in ihrem Lied „Junge“ noch etwas deutlicher aus. Dort heißt es zum Ende des Liedes: „[…]die BILD besteht […] aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht[…].“

Doch gerade diese schon fast allgemein anerkannte negative Meinung über die BILD hat mich nachdenklich gestimmt: Folgen wir alle vielleicht einfach nur einer gigantischen Meinungsbildungsmaschinerie anderer großer Tageszeitungen, die gezielt in die negative Richtung manipulieren wollen, oder ist die BILD Zeitung wirklich so schlecht wie alle behaupten? Würde sich eine solche Zeitung nicht zwangsläufig irgendwann selbst in den Untergang reiten? Um diese Fragen zu be-antworten muss man sich nur einmal in die (Online)Archive der BILD begeben und sich die Überschriften und Aufmacher der letzten zwei bis drei Jahre ansehen. Dort wird man von einer gigantischen Masse an seltsamen, schlimmen und manchmal einfach nur amüsanten Texten nahezu überhäuft. Jedoch reicht es für den Anfang auch schon, wenn man sich einfach nur die, meiner Meinung nach kontroverse bzw. zweideutige, BILD Reklame ‘Bild dir deine Meinung‘ zu betrachten und einmal versucht genauer zu analysieren.