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Tag: Alkohol

Alarmed! | Howard Dickins on Flickr
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Warum der Wecker immer dreimal klingelt

Die Uhrzeit die Windows in der Taskbar anzeigt ist dank meines Hintergrundbildes nicht zu entziffern. Nicht weiter schlimm. Ein Blick aus dem Fenster genügt um zu wissen wie spät es ist. Zu spät. Der Himmel wird bereits in ein freudiges Hellblau getaucht und auch die Sonne kitzelt die ersten Dachgiebel mit ihren warmen Strahlen. Mich kitzelt die Nervosität. Abgaben, Termine, Verpflichtungen und das Leben kloppen sich in meinem Gehirn um den ersten Platz des "Mit mir verbringst du aber heute die meiste Zeit" Preises. Heute. Eine lustige Definition. Bestimmt von Menschen im Ruhestand entwickelt. Sie trifft schon längst nicht mehr auf meinen Schlaf/Wach Rhythmus zu. Dafür sorgen die Universität und ziemlich viel Kaffee. Ich schlafe dann wenn ich umfalle. Nicht eher. Nervosität und so.

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Guten Morgen, Braunschweig!

Als sich die schwere Eingangstür mit den letzten herausströmenden Beats öffnet, blenden mich die ersten hellen Sonnenstrahlen des neu angebrochenen Tages. Glänzend weißes Licht gleitet durch meine Finger und lässt meine Augen zu Schlitzen formen. Mein Kopf dröhnt, meine Beine gleichen einer übergroßen Weingummischlange. Das Hemd wird zugeknöpft, der Nikotinrauch aus dem Sakko geklopft und mit hektischen Bewegungen aus dem übrig gebliebendem Haarwachs eine halbwegs gutaussehende Frisur gezwirbelt. Ein Blick nach rechts und ein Blick nach links – Vertautes Terrain.

Ab geht’s die Straße entlang - Vorbei an tüchtigen Flaschensammlern und kotzenden Jugendlichen, vorbei an flackernden Blaulichtern, aufgemotzten Spinnerkarren und streitenden Paaren, die sich gegenseitig mit Schimpfwörtern vollgestopfte Duden an den Kopf schmeißen. Im ZickZack laufe ich zwischen den leeren Glasflaschen und den Flecken nicht identifizierbarer Substanzen entlang. Meine Augen brennen, meine Gehirnzellen feiern, jedoch ohne mich überhaupt eingeladen zu haben. Ein besoffener Clown bietet mir einen Schluck aus seinem Tankstellen-Tetrapackwein an – Ich lehne dankend ab, denn der warme und göttlich duftende Dönerbudengeruch betäubt meine Sinne. Mich zieht es samt Socken aus den Schuhen und ich schwebe wie ein Vogel direkt auf den überdimensionalen Dönerspieß zu. Der Freund am anderen Ende der Theke klatscht nach meinen Wünschen das gesamte Brot voll. Ein prächtiger Speichelfluss lässt sich in aller letzter Sekunde verhindern. Ich zahle 50 Cent zu viel und begründe mit den Worten „weil heute dein Glückstag ist!“. Beim Verlassen des Tempels meiner morgendlichen Retter hinterlasse ich wie einst Hänsel und Gretel eine wegweisende Spur aus Zwiebeln und Kraut. 2 Minuten Inhalieren und mein Gesicht gleicht einem Saustall.

„Schüss, schön’amd noch!“ (Achtung Insider!) hallt es durch meine Ohrmuschel, als ich mit einem Klingeln den Kiosk meines Vertrauens verlasse. Mittlerweile ist es taghell und die ersten arbeitskräftigen Muggel setzen sich in Bewegung. Sonntags! Trottel! .. Ein Schluck aus der Bierflasche – Scheiße, es schmeckt immer noch wie das erste Bier des Abends – Tierisch gut! Erst meine Beine, dann folgt im Gleichschritt mein Oberkörper. Wie der Anführer der Dorftrottel latschen meine Füße Richtung Heimat, dicht gefolgt von einem Schweif einer Geruchsmischung aus Schweiß, Alkohol und kaltem Rauch. Das Display meines Handies feiert eine fette Rauschparty, bekannte Buchstaben verformen sich zu antiken Hyroglyphen. Verpasste Anrufe lassen sich nicht mehr identifizieren, die aktuelle Uhrzeit schon gar nicht. Kurz nach vorne geschaut - Falsch abgebogen – Wo bin ich? Es dauert eine Ewigkeit, bis ich den gelb gepflasterten Pfad nach Oz finde.

Nachdem nun mein gesamter Schlüsselbund im Schloss steckte und ich es mir allmählich auf meiner Fußmatte bequem machen wollte, springt beim allerletzten Versuch die Tür endlich auf. Wie schon in der Dönerbude pflastere ich mit meinen Klamotten einen Weg durch den Flur ins Schlafzimmer, wo ich mich mit einem durchaus sehenswerten Bauchklatscher ins Land der Träume begebe.

Der nächste Tag beginnt – Morgens um 14.30 Uhr. Schmerzen. Ich sterbe. Schmerzen. Mein Oberkörper kommt nicht hoch. Leiden. Schmerzen… Die Bettdecke hängt über meinem Nachttisch, Kissen liegen verstreut im Zimmer herum. Ich folge dem mir unbekannten Weg aus Klamotten ins Badezimmer. Spieglein, Spieglein an der Wand – Man siehst du scheiße aus! Ein Blick in die Küche – Chaos. Das Klirren mehrerer leerer Bierflaschen lässt meinen Schädel fast zum Platzen bringen. Die Zahnräder meines Hirns rotieren wie verrückt, als ich versuche die umherliegenden Puzzleteile zu einem halbwegs sinnvollen Bild zusammenzustecken – Keine Chance. Dreizehn verpasste Anrufe und sechs unbeantwortete SMS, dazu eine Eigennotiz, dessen Sinn ich bis heute suche. Und dann kommt der berühmte Spruch, den wir uns selber schon so oft sagen hören haben: „Scheiße man! Ich trinke keinen Alkohol mehr …“

„ … bis nächsten Freitag.“

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Odyssee – Bloggeschichte Teil 1

odyssee-bloggeschichteteil1

Irgendetwas ließ ihn aufwachen. Er konnte das Gefühl nicht sofort zuordnen. Je länger er jedoch darüber nachdachte, umso klarer wurde es ihm vor seinen immer noch verschlossenen Augen. Der nächste Tag hatte begonnen.  Die Sonne kitzelte unerbittlich an seiner Nase und zwang ihn zu einem entnervten Stöhnen. Wiederwillig stützte er sich auf seine Ellenbogen und versucht durch seine vom Schlaf verklebten Augen irgendetwas zu erkennen, musste sie aber aufgrund der Helligkeit sofort wieder schließen. Der alte Tag hatte doch erst vor einer gefühlten Stunde aufgehört. Entnervt ließ er sich in seine Kissen zurück fallen und registrierte wie sein Kopf langsam zu arbeiten begann. Mit der einsetzenden Arbeit kamen auch die Kopfschmerzen. Wie eine unermüdliche Dampflokomotive zogen sie ihre Kreise. Von der linken Schläfe über die Stirn zur rechten Schläfe und retour. Nicht das Kopfschmerzen alleine nicht schon schlimm genug wären, nein, zusätzliche hatte er das Gefühl, dass die Lokomotive mit jeden Pulsschlag an Fahrt zunahm.

Von den Kopfschmerzen, der Sonne und der allgemeinen Helligkeit komplett genervt griff er, die Augen immer noch geschlossen, sehnsüchtig nach links um sich von seinem Nachttisch das obligatorische Glass Wasser und die Aspirin Tablette zu nehmen. Plötzlich war er hellwach. Kein Glas Wasser. Keine Aspirin Tablette. Aber vor allem, kein Nachttisch. Sein Nachttisch war weg. Er riss die Augen auf und stieß einen Schmerzensschrei aus. Helligkeit. Viel zu viel Helligkeit. Irgendwann, es kam ihm wie Stunden vor, hatten sich seine Augen an das Licht gewöhnt und er konnte sich umsehen. Dies war nicht sein Haus, sein Schlafzimmer oder sein Bett. Verdammt noch nicht einmal die Bettdecke war seine. So ein Muster hätte er sich garantiert nicht gekauft. Wie kam er hier her und vor allem wo war dieses hier? Er probierte sich daran zu erinnern wo er die letzte Nacht verbracht hatte, aber außer der Dampflokomotive befand sich in seinem Kopf nur eine labbrige Maße funktionsunfähiger Synapsen.

Wie jeder vom Kater geplagte Mensch stand er langsam und ziemlich tatterig auf, nur um danach direkt wieder auf nicht sein, wie er sich in Erinnerung rufen musste, sondern auf irgendein ihm gänzlich unbekanntes Bett zu fallen. Er trug einen Schlafanzug. Wieso zur Hölle trug er einen Schlafanzug. Dazu auch noch in Braun. Welcher Mensch kaufte sich einen braunen Schlafanzug. Ohne einen weiteren Gedanken daran zu verlieren, denken konnte er eh nicht vernünftig in seinem aktuellen Zustand, stand er auf und beschloss die Küche zu suchen. Hätte er gewusst was für eine Odyssee er sich damit aufgehalst hatte, wäre er vermutlich einfach liegen geblieben. So aber öffnete er die Schlafzimmertür und betrat den dahinter liegenden Flur.

Weiterführend in Reihenfolge: 2. Natascha 3. Maik 4. Hanna

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Das Kind in Dir – Abschnitt 3: Abenteuer draußen

Dieses Mal dachte ich eigentlich, dass ich mehr Zeit habe, um das Ganze mal etwas eher zu schreiben. Aber naja, es kommt, wie es kommen musste und ich bin einen ganzen Tag zu spät. Ausgewertet ist auch schon und so geht die dritte Runde offiziell ohne mich zu Ende. Ich wollte dennoch kurz über meine kindlichen Abenteuer in freier Wildbahn berichten.

Nachmittags 17 Uhr, Spätsommer. Zaghaft wird die Klingel gedrückt und mein bester Freund macht die Tür auf. "Kommst du noch raus spielen?" frag ich ihn und er schaut mich etwas erstaunt an. "Es ist doch schon nach fünf, da muss ich erst mal Mama fragen!” Er durfte. Also wurde sich bei mir in den Garten gesetzt und in irgendwelche alten Steinplatten Dinge hinein interpretiert, die jeder Erwachsene für paranormal gehalten hätte. Wir aber fanden es ziemlich logisch, dass wenn die Maiglöckchen nachts um 12 läuten, Geister auferstehen. In meinem Garten. Ich mein, wieso nicht?!

Zeitsprung. Meine Freunde hatten mittlerweile 'Bäumchen, wechsel dich!' gespielt und so waren einige neue dabei und alte nicht mehr. Auf jeden Fall zelteten wir zu der Zeit regelmäßig in den jeweiligen Gärten. Mutproben, fremde Gärten und die ersten Alkohol- bzw. Nikotinerfahrungen inklusive. Wir fanden ziemlich viele Schwimmbäder in unserer Straße und wurden von Flutlichtscheinwerfern entdeckt. Wir spielten nächtelang 'Spiel des Lebens' auf demjenigen, der zuerst einschlief, und probierten, in einen alten Bunker in einem nahe gelegenen Waldstück einzudringen.

Aber natürlich spielten wir auch Fußball, gingen auf Klettergerüste, küssten die ersten Mädchen hinter Bäumen oder ließen uns unsere Fahrräder im Ghetto klauen. Meine Jugend spielte sich zu einem großen Teil im Freien ab. Danke an alle dafür, auch wenn ich meist (sehr diplomatisch gesprochen) das Opfer war. Besonders dann, wenn wir mal wieder Wasserschlacht spielten, jemand meine Kuscheltiere in den Garten warf oder wir einfach nur im Gartenteich schwimmen waren.

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Wie war dein Wochenende?

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Es mutet in gewisser Weise schon seltsam an, wenn man bereits am Samstag Nachmittag gefragt wird wie denn das Wochenende war! Man hat gerade mal irgendwie den Freitagabend überstanden, sei es indem man geschlafen hat *höhö* oder betrunken probiert hat die vermeidlich gut aussehende Dame hinterm Tressen mit 5Cent Trinkgeld auf eine Safari im eigenen Bett einzuladen. Irgendwann wacht man dann auf und tappst in der Dunkelheit, die Sonne ist ja schon längst wieder irgendwohin abgehauen, in Richtung PC!

Hochgefahren. Internet. ICQ, Facebook, StudiVZ und schon geht sie los! Die Fragerei wie das Wochenende war, nicht wie das Wochenende denn ist, sondern ernsthaft wie es war. Ist das Wochenende am Samstag schon wieder vorbei? Hab ich irgendwas verpasst? Also klar ist das eine Kleinigkeit, aber irgendwie finde ich das seltsam. Damals, als ich noch ein junger Hüpfen (ja das ist nicht das richtige Wort, aber ich finde es passt) war, habe ich meine Freunde noch gefragt was man heute macht, habe mich gefreut das es noch den Sonntag gibt und man Samstag richtig ausrasten kann!

Natürlich raste ich weiterhin Samstags aus, bin ja toll und so! Aber die Jugend von heute verpulvert ihre ganze Energie am Freitag, so ist es auch nicht verwunderlich, dass die einzige Großraumdisko hier in unserer Kleinstadtidylle freitags ab 16 und samstags ab 18 Jahren Einlass gewährt. Sonntags ist dann für alle asozialen Studenten ab 21 richtig rumhuren. Aber ich schweife ab.

So oder so ähnlich sollte es sein!

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