Blue October
Houston, Texas im Jahre 1995 - Justin Furstenfeld, sein Bruder Jeremy Furstenfeld, Ryan Delahoussaye, Matt Noveskey und Brant Coulter gründen die Post-Grunge Band Blue October, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Electro Band aus dem UK. 1998 wird ihr erstes Album The Answere veröffentlicht.
Diese noch in einer Stückzahl von 5000 in eigen Regie produzierte Album fand so guten Anklang, dass sie kurz darauf, im Jahre 2000 einen Vertrag bei Universal unterzeichneten und ihr zweites Album Consent to Treatment veröffentlichten. Wegen schlechter Verkaufszahlen wurden sie kurz danach von Universal gedroped und nach dem sich ihr nächstes Album History for Sale gut verkaufte wieder gesigned. Seit dem sind noch zwei weitere Alben entstanden, zum einen Foild (2006) und zum anderen Approching Normal (2009).
Was aber macht Blue October nun so besonders? Ganz simple ihr Sound und ihre Texte. Haha wie jede andere Band. Nein! Nicht wie jede andere Band, sondern anders als jede Band. Blue October schaffen es auf ihren Alben Rock mit Pop mit Indie mit Britrock zu verbinden und das ganze in eine super stimmige Mischung zu verpacken die dann zum Beispiel als Foild oder Approching Normal in die weltweiten Musikläden geliefert wird. Eine andere Band die so eine grandiose musikalische Bandbreite besitzt ist mir nicht bekannt. Klar jede Band ändert hin und wieder ihren Style und probiert etwas neues aus, aber die Sachen sind in den meisten Fällen mehr schlecht als recht. Bestes Beispiel wäre hier limpbizkit mit New Old Songs. Blue October allerdings haben von Anfang an auf Vielfalt gesetzt und diesen Weg konsequent weiter entwickelt.
Doch nicht nur die Musik ist unübertroffen genial, auch die Texte sind es, die diese Band auszeichnen. Die Songs handeln zu großen Teilen von Suizid und Depressionen. Justin Furstenfeld der Sänger und auch Songschreiber von Blue October behandelt in vielen der Songs Dinge die er selbst erlebt hat. Die Trennung von seiner damaligen Freundin wird zum großen Teil auf dem Live Album Arguee with a tree, welches Songs aus allen vorhergehenden Alben vereint, verarbeitet. Der Song Hate Me aus dem Album Foild wiederum beschreibt das problematische Verhältnis zu seiner Mutter. Say it aus dem aktuellen Album Approching Normal ist eine persönliche Nachricht des Sängers in der er beschreibt, das er nicht mehr von seiner Seele gefangen sein will, sondern ein frei denkender und handelnder Menschen sein möchte.
Die beiden letzten Alben kann ich jedem der The Weakerthans, The Calling, +44 oder Angels and Airwaves mag empfehlen. Also auf nach Amazon und kauft dat Ding noch heute.