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	<title>roadeo.de &#187; Schriftliches</title>
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	<description>Zwischen Dekadenz und Armutsgrenze</description>
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		<title>Das Schlie&#223;en der T&#252;r</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 06:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="post-absatz">Durch den Spalt der sich gerade schließenden Tür konnte er noch das Tropfen ihrer Tränen auf dem kalten Steinboden im Flur hören. Sie war vor ihm Zusammengebrochen. Obwohl er es wollte, hatte er sie nicht festhalten können. Selbst als sie unter Tränen zu ihm aufgeblickt hatte und ihn gebeten, nein angefleht hatte nicht zu gehen, selbst da hatte er sich nicht überwinden können zu bleiben. Das kurz aufgeflackerte Mitleid war von dem unbändigen Hass ihr gegenüber sofort wieder verdrängt worden. Er wusste das er ihr nie würde vergeben können.</p>  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Durch den Spalt der sich gerade schließenden Tür konnte er noch das Tropfen ihrer Tränen auf dem kalten Steinboden im Flur hören. Sie war vor ihm Zusammengebrochen. Obwohl er es wollte, hatte er sie nicht festhalten können. Selbst als sie unter Tränen zu ihm aufgeblickt hatte und ihn gebeten, nein angefleht hatte nicht zu gehen, selbst da hatte er sich nicht überwinden können zu bleiben. Das kurz aufgeflackerte Mitleid war von dem unbändigen Hass ihr gegenüber sofort wieder verdrängt worden. Er wusste das er ihr nie würde vergeben können.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Vor mehr als sechs Jahren hatten sie sich kennen gelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie war sein Leben gewesen. Er hätte alles für sie getan. Die Überstunden in der Firma hatte er nur für sie auf sich genommen. Sie hatte ihn nie dazu gezwungen, er hatte es freiwillig gemacht. Für sie. Für sich. Für beide. Für ihre Zukunft. Für ihre Beziehung. Er wusste das er seine Traumfrau gefunden hatte, sie scheinbar nicht. Entweder hatte sie es nie verstanden was sie ihm bedeutet hatte oder es war ihr egal gewesen. Sie hatte die Beziehung zerstört. Ihn zerstört, sein Vertrauen, seine Welt und alles was ihm Halt gegeben hatte. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Wie so oft hatte sie nur an sich gedacht. Nicht an ihn. Nicht an die Beziehung. Überhaupt hatte sie wieder nur ihr Ego im Kopf gehabt. Immer wieder diese Egotrips von ihr. Das hatte ihn immer aufgeregt, aber seine Liebe für sie war zu groß gewesen als das er es ihr hätte sagen können. Es war ihm auch egal gewesen. Aber dieses mal war sie zuweit gegangen, sie hatte seinen Stolz mit Füßen getreten. Er hörte sie schreien durch die schluchzenden Atemversuche. Sie machte ihn Wahnsinnig. Obwohl er sie hasste, wollte er sie trösten. Seine Liebe und sein Hass rissen ihn innerlich auseinander. Er musste hier weg bevor er sich selbst betrog. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Von einer Sekunde auf die andere hörte das Schluchzen, das Schreien, die Verzweiflung über den Fehler den sie begangen hatte auf. Die Tür war zugeschalgen. Mit der Tür schloß sich auch die Truhe mit den Errinerungen an sie. Langsam, aber sie begann sich zu schließen. Während er sich die Kopfhörer in die Ohren steckte und die Musik auf seinem Handy anmachte, dachte er über die Zukunft nach. Er wusste das er lange brauchen würde, Monate wenn nicht Jahre, bevor er wieder jemandem so Vertrauen könnte. Sie hatte viel von ihm zerstört. Sie hatte ihn gezeichnet. Für immer. Aber der Schritt in die Sonne dieses lauwarmen Sommertages ließ ihn positiv in die Zukunft blicken. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Die vom Schmerz verzehrten hysterischen Schreie bekam er nicht mehr mit. Er hatte ihre Gegend schon lange verlassen. Sie daraufhin die Welt.&#160; </p>
<p class="copyright"   style="margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;">[Image via <a href="http://www.flickr.com/photos/flyzipper/524171209"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">flickr.com</a> // <a href="http://www.flickr.com/photos/flyzipper/"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">flyzipper</a> ]</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>You never shall reply</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 07:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="post-absatz">Zum widerholten Male fällt die mit Tinte vollgesogene Feder auf ein leeres Blatt Papier. Er hatte es wieder nicht geschafft. Wieder waren alle Gedanken Erdrutschartig verschwunden. Aufgesogen von einer ihm unbekannten Macht in seinem Gehirn. Seit einigen Jahren probierte er nun schon diese Worte, diese paar Zeilen, diesen einen Brief, sein Vermächtnis, niederzuschreiben. Frustriert blickte er aus dem Fenster seines Arbeitszimmers. Die fünf Meter entfernte Hauswand des gegenüberliegenden Hauses hatte auch keine Antworten für ihn parat. </p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Zum widerholten Male fällt die mit Tinte vollgesogene Feder auf ein leeres Blatt Papier. Er hatte es wieder nicht geschafft. Wieder waren alle Gedanken Erdrutschartig verschwunden. Aufgesogen von einer ihm unbekannten Macht in seinem Gehirn. Seit einigen Jahren probierte er nun schon diese Worte, diese paar Zeilen, diesen einen Brief, sein Vermächtnis, niederzuschreiben. Frustriert blickte er aus dem Fenster seines Arbeitszimmers. Die fünf Meter entfernte Hauswand des gegenüberliegenden Hauses hatte auch keine Antworten für ihn parat. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Seit er in eine Erdgeschosswohnung umzogen war, hatten sich seine vorher nur leichten Depressionen schubartig verschlechtert. Sein größtes Problem war seine Schreibblockade. Alle seine Ideen die er sich auf den ewig langen Wegen in der U-Bahn, der S-Bahn oder sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln überlegt hatte, waren an seinem Schreibtisch wie fortgeblasen. Selbst seine Notizen halfen ihm dann nicht mehr weiter. Er konnte dann nur noch über den Unfall nachdenken. All diese was wäre wenn Gedanken die immer wieder andere Szenarios in seinem Kopf abspielten. Auch oder gerade deswegen wollte er diesen Brief schreiben.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Bereits kurz nach dem Unfall hatte er den Entschluss gefasst solch einen Brief zu schreiben. Einen Brief der die Zeit übersteht. Einen Brief der zeitlos ist. Einen Brief der nicht beleidigt, nicht lobt, nicht voreingenommen ist. Einfach einen Tatsachenbericht, der ihm hilft die Situation zu verarbeiten. Der ihm Glauben gibt, Kraft verleiht und die Möglichkeit der Vorstellung einer positiven Zukunft erleichtert. Er sollte ein Leben ohne Depressionen in greifbare Nähe rücken. Aber Momentan gelang im das noch noch nicht. Selbst nach Jahren der Gewöhnung war es immer noch schwer für ihn, nicht wie gewohnt an seinem Arbeitsplatz, sondern in einem Rollstuhl zu sitzen. Aber er gab die Hoffnung nicht auf. Morgen würde er es wieder probieren.</p>
<p class="copyright"   style="margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;">[Image via <a href="http://www.flickr.com/photos/definetheline/2650184631"  target="_blank"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">flickr.com</a> // <a href="http://www.flickr.com/photos/definetheline/"  target="_blank"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">Michael Mistretta</a> ]</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Es tut mir leid</title>
		<link>http://www.roadeo.de/schriftliches/es-tut-mir-leid</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="post-absatz">Langsam und behutsam um ja kein Geräusch zu verursachen tastete er sich auf der alten Kellertreppe voran. In den Händen balancierte er ca. 15 Geschenke. Die ganze letzte Woche war er unter Ausreden wie z.B. länger arbeiten zu müssen, etwas mit den Jungs zu unternehmen oder einfach beim Sport zu sein, in die Stadt gefahren und hatte all die Dinge gekauft von denen er (noch) wusste das sie sich darüber freuen würde. Natürlich war im klar, dass das letzten Endes viel zu übertrieben war, immerhin waren es nur ihr Jahrestag. Aber die letzten Monate hatten ihren Spuren am Fundament der Beziehung hinterlassen. </p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Langsam und behutsam um ja kein Geräusch zu verursachen tastete er sich auf der alten Kellertreppe voran. In den Händen balancierte er ca. 15 Geschenke. Die ganze letzte Woche war er unter Ausreden wie z.B. länger arbeiten zu müssen, etwas mit den Jungs zu unternehmen oder einfach beim Sport zu sein, in die Stadt gefahren und hatte all die Dinge gekauft von denen er (noch) wusste das sie sich darüber freuen würde. Natürlich war im klar, dass das letzten Endes viel zu übertrieben war, immerhin waren es nur ihr Jahrestag. Aber die letzten Monate hatten ihren Spuren am Fundament der Beziehung hinterlassen. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Immer wieder hatten sie sich in die Haare bekommen. Hatten sich angeschrien, Tage lang nicht miteinander geredet, in getrennten Zimmern geschlafen und Sachen durch die Gegend geworfen. Allerdings hatten sie sich auch immer wieder zusammengerafft und die letzten Wochen waren wie der Beginn einer neuen Beziehung gewesen. Sie hatten wieder zusammen rumgealbert, waren im Kino, im Zoo, Eis essen und haben auf ausgedehnten Spaziergängen viel über ihre gemeinsame Zukunft gesprochen.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Das Licht im Haus war bereits ausgewesen als er die Kellertür aufgeschlossen hatte. Da sie heute nicht mehr mit ihm gerecht haben konnte, er war ihrer Meinung nach auf Geschäftsreise am anderen Ende des Landes, lag sie wohl schon im Bett. Gerade deshalb war er so spät gekommen, damit er in aller Ruhe die Geschenke im Wohnzimmer aufbauen konnte. Liebevoll machte er sich an die Arbeit. Die größeren nach hinten, die kleinen nach vorne. Er baute die Geschenke wie ein Amphitheater auf, in dessen Mitte ein riesen großes Plüschherz lag, bedeckte alles mit Rosenblättern und beschloss spontan die Überraschung vor zu ziehen. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Eigentlich hatte er vorgehabt auf dem Sofa zu schlafen und sie am nächsten Morgen komplett zu Überraschen, aber da er die Vorfreude über ihre Freude nicht mehr aushalten konnte, holte er noch schnell einige Kerzen aus dem Schrank und stellte sie ebenfalls in das Amphitheater. Danach ging er in Richtung Schlafzimmer. Ohne Licht an zu machen, ging er auf Zehenspitzen, um sie nicht zu wecken, durch den ihm seit nun mehr drei Jahren wohl vertrauten, stockdunkelen Raum zu Ihrem Nachttisch. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Als er das Licht anmachte, hatte sie ihm wie so oft in ihrer Beziehung die Worte vorweg genommen. Auf ihrem Kissen lag nicht ihr Kopf sondern nur eine Brief mit den Worten: Es tut mir leid!</p>
<p class="copyright"   style="margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;">[Image via <a href="http://www.flickr.com/photos/timostar/3279802817"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">flickr.com</a> // <a href="http://www.flickr.com/photos/timostar/"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">timostar</a>]</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Sie sieht es nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="post-absatz"></p>  <p class="post-absatz"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px" title="siesiehtesnicht" border="0" alt="siesiehtesnicht" src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/05/siesiehtesnicht.png" width="500" height="115" /></p><p class="post-absatz">Durch den Nieselregen fallen ihr die blonden Haare scheinbar ungekämmt ins Gesicht. Sie lächelt verschmitzt, ihre funkelnden Augen faszinieren mich. Wir reden über das Leben, das Wetter und Gott und die Welt. Über alles. Über nichts. Zumindest nicht über das was für mich von Bedeutung ist. Über Sie.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;"><img border="0"  style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px"  title="siesiehtesnicht"  alt="siesiehtesnicht"  src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/05/siesiehtesnicht.png"  width="500"  height="115" /></p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;"><strong>Durch den Nieselregen fallen ihr die blonden Haare scheinbar ungekämmt ins Gesicht. Sie lächelt verschmitzt, ihre funkelnden Augen faszinieren mich. Wir reden über das Leben, das Wetter und Gott und die Welt. Über alles. Über nichts. Zumindest nicht über das was für mich von Bedeutung ist. Über Sie.</strong> </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Während sie spricht, bilden sich die Wörter in ihre Silben zurück und ergeben ein harmonisches Klangkonstrukt das meinen Puls steigen lässt. Irationalität macht sich breit. Die Bedeutung ihrer Worte verliert für mich in dieser Sekunde an Bedeutung und tritt hinter die Tatsache das sie redet, mit mir redet, zurück. Ich will ihr die Problematik, meine Problematik, die Problematik der Situation, das Verhängnisvolle erklären &#8211; aber ich kann es nicht. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Ich will sie in den Arm nehmen, einfach da sein. Sie halten, sie schützen, ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern. Immer und immer wieder. Einfach die Welt vergessen &#8211; nur wir zwei. Kein Morgen, kein Gestern, nur das Hier und Jetzt. Während ich weiter träume, reißen mich ihre letzten Worte schlagartig zurück in die verregnete Realität dieser Nacht. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Wir sollten schlafen gehen, es ist schon spät. Obwohl meine Wohnung nur zwei Straßen weiter liegt, lasse ich sie nach Hause fahren. Fast viermal soweit. Während sie auf dem Fahrrad davon fährt, sehe ich ihrem vom Wind verspielten Haar hinterher. Sie sieht es nicht. </p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;"><a href="http://www.roadeo.de/schriftliches/sie-sieht-es-nicht"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">Sie sieht es nicht</a> | Mai 2010</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Und jetzt?</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 17:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Diamant]]></category>
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		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/02/undjetzt-.png" alt="" title="undjetzt-" width="500" height="128" class="alignnone size-full wp-image-1554" /><p class="copyright">[via <a href="http://itsmypulp.files.wordpress.com/2008/12/vancouver-snow.jpg">Itsmypulp</a>]</p><p class="post-absatz">Nachmittag. Es wird langsam Dunkel. Auf meinem Schreibtisch drei Skripte und vier Staffeln “The West Wing”. Ich hocke in meinen kleinen überschaubaren 50qm und schaue geistesabwesend aus dem Fenster. Eigentlich sollte ich lernen, eigentlich sollte ich Psychologie lesen, eigentlich sollte ich meinen meinen verdammten Kopf nach unten neigen und lesen was auf den Unterlagen vor mir steht. Doch ich guck lieber aus dem Fenster. </p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/02/undjetzt-.png"  alt=""  title="undjetzt-"  width="500"  height="128"  class="alignnone size-full wp-image-1554" />
<p class="copyright"   style="margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;">[via <a href="http://itsmypulp.files.wordpress.com/2008/12/vancouver-snow.jpg" class="lightview" rel="gallery[1553]"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">Itsmypulp</a>]</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;"><strong>Nachmittag. Es wird langsam Dunkel. Auf meinem Schreibtisch drei Skripte und vier Staffeln “The West Wing”. Ich hocke in meinen kleinen überschaubaren 50qm und schaue geistesabwesend aus dem Fenster. Eigentlich sollte ich lernen, eigentlich sollte ich Psychologie lesen, eigentlich sollte ich meinen meinen verdammten Kopf nach unten neigen und lesen was auf den Unterlagen vor mir steht. Doch ich guck lieber aus dem Fenster. </strong></p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Draußen erblicken zum ersten Mal in diesem Jahr Strahlen der Sonne für mehr als zwei Stunden hintereinander das Antlitz dieser Erde.&#160; Es ist wunderschön entspannend. Die Kirchturmspitze, 100 Meter weiter, funkelt wie ein Diamant in den warmen Strahlen. Kurz bevor ich das Haus verlasse, tausche ich noch schnell im Bad die Brille gegen meine letzten Tageslinsen. Im Auto freue ich mich dann wie ein Schneekönig über die Möglichkeit meine Sonnenbrille endlich wieder aufsetzen zu können.</p>
</p>
<p> <img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/02/undjetzt-2.png"  alt=""  title="undjetzt-2"  width="500"  height="338"  class="alignnone size-full wp-image-1555" />
<p class="copyright"   style="margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;margin-top:-12px !important;align:right;text-align:right !important;font-family:Arial;font-size:0.8em !important;">[via <a href="http://itsmypulp.files.wordpress.com/2008/12/vancouver-snow.jpg" class="lightview" rel="gallery[1553]"   style="color: #000; outline: none; text-decoration: none;color: #000; outline: none; text-decoration: none;">Itsmypulp</a>]</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Die Idee meine Jacke zu Hause zu lassen, stellt sich in dem Moment als suboptimal heraus, in dem Hendrik beschließt noch eine zu Rauchen bevor wir wieder nach Hause fahren. In meinem wunderbaren vierten Stock angekommen mache ich als erstes alle Fenster auf und auch die restlichen Jalousien hoch. Es wird 13:00 Uhr. Meine Schicht fängt an. Den Laptop stelle ich so, dass ich aus dem Fenster gucken kann. Die Unterlagen liegen weiterhin vor mir. Die Stunden vergehen. Ich lese Berichte im Internet, beantworte eine Support-Anfrage und schaue immer wieder aus dem Fenster. Auf den langsam tauenden, traumhaft glitzernden Schnee.
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Mittlerweile ist es dunkel. Der Schnee glitzert nicht mehr. Der besondere Moment, dieses Mystische, dieses simple einfache Winterglück, es ist vorbei. Meine Psychologie Unterlagen drängen sich stärker und stärker in mein von der Dunkelheit traurig gestimmtes Gedächtnis. Ich sollte lernen! Ich will nicht! Und jetzt?</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Gedicht: Sonne</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 11:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/01/Sonne.png" alt="" title="Sonne" width="500" height="116" class="alignnone size-full wp-image-1434" /><p class="post-absatz">Schweigend sitz ich auf der Bank,    <br />wie viele Stunden hab ich hier verbracht,     <br />wo gestern noch die Sonne schien,     <br />liegt heute nur ein Berg von Schnee.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2010/01/Sonne.png"  alt=""  title="Sonne"  width="500"  height="116"  class="alignnone size-full wp-image-1434" />
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Schweigend sitz ich auf der Bank,    <br/>wie viele Stunden hab ich hier verbracht,     <br/>wo gestern noch die Sonne schien,     <br/>liegt heute nur ein Berg von Schnee.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Viel zu spät hab ich erkannt,    <br/>das der Weg den ich beschritt,     <br/>ohne Strahlen von der Sonne,     <br/>nur ein weit’rer Wunschtraum ist.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">So sitz ich hier im Flockenwind,    <br/>minuten- oder stundenlang,     <br/>Gedanken kreisen um die gleiche Frage,     <br/>war sie jemals wirklich mein.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Ich stehe auf und schüttel mich,    <br/>wie ein Schneesturm in der Nacht,     <br/>die Spuren die ich hinterlasse,     <br/>sie werden bald schon nicht mehr sein.</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Ich will mal wieder was erleben</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 11:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Erleben]]></category>
		<category><![CDATA[Prostituierte]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2009/12/was-erleben.png" alt="" title="was-erleben" width="500" height="115" class="alignnone size-full wp-image-1412" /><p class="post-absatz">Es war mal wieder einer dieser Tage die einfach nur langweilig sind. In letzter Zeit häufen die sich. Was soll man auch tun. Man ist ja schließlich Student. Lernen? Pah! Das kann ich auch noch drei Tage vor der Klausur. Ich will Action erleben. Leute treffen. Ins Kino gehen. Autos anzünden. Einfach Spaß haben. Also beschloss ich am nächsten Abend mal auf eigene Faust in die Stadt zu gehen und mich mal wieder so richtig gehen zu lassen!</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2009/12/was-erleben.png"  alt=""  title="was-erleben"  width="500"  height="115"  class="alignnone size-full wp-image-1412" />
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;"><strong>Es war mal wieder einer dieser Tage die einfach nur langweilig sind. In letzter Zeit häufen die sich. Was soll man auch tun. Man ist ja schließlich Student. Lernen? Pah! Das kann ich auch noch drei Tage vor der Klausur. Ich will Action erleben. Leute treffen. Ins Kino gehen. Autos anzünden. Einfach Spaß haben. Also beschloss ich am nächsten Abend mal auf eigene Faust in die Stadt zu gehen und mich mal wieder so richtig gehen zu lassen!</strong></p>
<p>Gesagt getan, bin ich also am nächsten Abend in die Stadt gegangen. Direkt in die erst beste Bar rein, an die Theke und mir &#8216;nen Cocktail bestellt. Bisschen mit dem Barkeeper Smalltalk gehalten als sich auf einmal diese gutaussehende junge Dame auf den Stuhl neben mir nieder lässt. Verstohlen rüber geguckt, erst mal nichts gemacht. Dann sagt mein Kopf mir: Alter wir wollten heute Abend Action machen. ACTION! Stimmt auch wieder denke ich noch, als mein Mund schon längst am reden war. </p>
<p>Was ich sagte hab ich vergessen. Auf jeden Fall guckt sie mich ziemlich verstört an und meint nur das sie jetzt wieder zu ihrem Freund geht und überhaupt nur die Cocktails abholen wollte. Scheiße, Korb! Was solls, meine Rechnung von inzwischen drei Cocktails bezahlt und ab geht&#8217;s. Nächste Kneipe. Waren nur dubiose Gestallten, also nach einem Bier wieder raus. So ging das eine ganze Zeit lang. Irgendwann schon ziemlich voll, musste ich mal auf Toilette. Ab an die nächste Ecke und erleichtert. Hab leider zu spät erkannt, das es das Polizeirevier Mitte war. Konnte gerade noch so durch einen Hauseingang abhauen. </p>
<p>Frustriert kalt und überhaupt kein Bock mehr auf Action ging ich so durch die Gegend als mich auf einmal eine nette Dame ansprach, sie fand mich auf anhieb ziemlich witzig. Während wir also in der Kälte standen und uns unterhielten, fragte ich ziemlich plump ob sie Bock hätte mit zu mir zu kommen. Ist ja schließlich kalt draußen und in meinem Bett ist es warm. Yeah geil, sie kam mit. Bei mir ging&#8217;s dann noch relativ heiß her, worauf ich auch ziemlich fix einschlief.</p>
<p>Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war sie weg. Naja war nicht so schlimm, viel schlimmer war die Visitenkarte auf dem Schreibtisch und die 150€ weniger in meinem Portemonnaie. Scheiße! Ich geh ab jetzt lieber lernen!</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>Die T&#252;r</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 14:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2009/12/Tür.png" alt="" title="Tür" width="500" height="114" class="alignnone size-full wp-image-1399" /><p class="post-absatz">Die Tür die immer offen stand,   <br />sie führte in dein Leben.    <br />Doch von einem auf den anderen Tag,    <br />ist mir der Eintritt dort verwehrt.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.roadeo.de/wp-content/uploads/2009/12/Tür.png"  alt=""  title="Tür"  width="500"  height="114"  class="alignnone size-full wp-image-1399" />
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Die Tür die immer offen stand,   <br/>sie führte in dein Leben.    <br/>Doch von einem auf den anderen Tag,    <br/>ist mir der Eintritt dort verwehrt.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Ich klopfe und ich schlage,   <br/>mit beiden Fäusten an dir Tür.    <br/>Ich schreie und ich flehe,    <br/>doch drin bleibt es stumm und leer.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Die andere Seite dieser Tür,   <br/>sie ist nicht mehr belebt.    <br/>Ich kann es nicht begreifen,    <br/>dass du nun von uns gehst.</p>
<p class="post-absatz"   style="text-align:justify;font-family:Arial;text-align:justify;font-family:Arial;">Und bleibt sie auch verschlossen,   <br/>mein ganzes Leben lang.    <br/>Am Ende meiner Tage,    <br/>werde ich sie öffnen könn.</p>
    ]]></content:encoded>
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		<title>BILD &#8211; Dir (D)Eine Meinung</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 22:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bild Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Hausarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Kreatives Schreiben ist eins von vielen Wahlfächern, welches man für den erfolgreichen Abschluss des Bachlors of Arts in den Intigrierten Sozialwissenschaften belegen muss. Hierbei lernt man, wie man einen Essay schreibt, einen Kommantar verfasst oder eine wissenschaftliche Arbeit publiziert. Als Bewertungs- grundlage für das erfolgreiche Bestehen dieses Seminars dient ein Essay über ein frei wählbares Thema. Aufgrund der Tatsache, dass es besonders in der letzten Zeit wieder vermehrt zu Problemen damit gekommen ist, habe ich als Thema die BILD gewählt. Dies ist die Einleitung <!--more--></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kreatives Schreiben ist eins von vielen Wahlfächern, welches man für den erfolgreichen Abschluss des Bachlors of Arts in den Intigrierten Sozialwissenschaften belegen muss. Hierbei lernt man, wie man einen Essay schreibt, einen Kommantar verfasst oder eine wissenschaftliche Arbeit publiziert. Als Bewertungsgrundlage für das erfolgreiche Bestehen dieses Seminars dient ein Essay über ein frei wählbares Thema. Aufgrund der Tatsache, dass es besonders in der letzten Zeit wieder vermehrt zu Problemen damit gekommen ist, habe ich als Thema die BILD gewählt. Dies ist die Einleitung <span id="more-500" ></span></p>
<p>Von Bildern und Buchstaben</p>
<p>
Vier Großbuchstaben. Weiß auf rot. BILD. Für die einen ist es eine Zeitung, für die anderen das schlimmste legale Presseerzeugnis, das Deutschland je hervor ge-bracht hat. Die Geschichte beginnt mehr oder weniger unscheinbar im Jahre 1952 in Ham-burg: Axel Springer, der 1946 zusammen mit seinem Vater den Axel Springer Ver-lag gründete, hatte sich während der Besatzungszeit der Briten von deren Boule-vardpresse inspirieren lassen und wollte etwas Ähnliches auch in Deutschland aufbauen. „Mitarbeiter und Freunde beobachten, wie er [Axel Springer] auf dem Boden seines Wohnzimmers hockt, umgeben von Zeitungsausschnitten, Schlagzei-len, Fotos und Zeichnungen. Mit Papier, Schere und Kleister bastelt der Verleger am Layout für eine neuartige Zeitung“. Wenig später erscheint am 24. Juni 1952 die erste Ausgabe der BILD Zeitung. Diese wird kostenlos in der Hamburger Innenstadt verteilt und ist ab dem folgenden Tag für zehn Pfennig am Kiosk erhältlich. Gennantes brachte der Bild Zeitung einen langjährigen Spitznamen ein – Groschenblatt.</p>
<p>In den Anfangstagen macht die BILD ihrem Namen alle Ehre. Sie enthält zu dieser Zeit oft Artikel, die nur aus einem Bild und der dazugehörigen Unterschrift beste-hen. Die Definition einer Zeitung sieht allerdings anders aus: Eine Zeitung sei ein „in regelmäßiger Folge erscheinendes Presseerzeugnis, das durch öffentliche Zu-gänglichkeit, Zeitnähe und inhaltliche Vielfalt gekennzeichnet ist.” Nach meinem Verständnis sollte eine Zeitung zudem seriös, diffe-renziert, unparteiisch und weitestgehend objektiv sein oder zumindest aus ver-schiedenen Positionen über die aktuellen Geschehnisse in der Welt berichten.</p>
<p>Wenn ich aber an die BILD denke, fällt es mir schwer, dieser Zeitung die eingangs genannten Eigenschaften zuzuordnen. Vielleicht hat die BILD gerade deswegen im Laufe der Jahre auf den Untertitel „Zeitung“ verzichtet. Doch nicht nur mir geht es so: In der Gesellschaft ist die BILD auch eher negativ behaftet. Dies muss ich zu-mindest immer wieder feststellen, wenn ich mit Freunden oder Familie über ebendiese Zeitung diskutiere. Viele von ihnen kritisieren den Sensationsjournalismus und die unmenschlichen Recherchemethoden der BILD, welche ich später an einem Beispiel der Persönlichkeitsrechtsverletzung von Danny Freymark (Mitglied der Jungen Union) erläutern möchte. Die deutsche Punkband „Die Ärzte“ drückt es in ihrem Lied „Junge“ noch etwas deutlicher aus. Dort heißt es zum Ende des Liedes: „[…]die BILD besteht […] aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht[…].“</p>
<p>Doch gerade diese schon fast allgemein anerkannte negative Meinung über die BILD hat mich nachdenklich gestimmt: Folgen wir alle vielleicht einfach nur einer gigantischen Meinungsbildungsmaschinerie anderer großer Tageszeitungen, die gezielt in die negative Richtung manipulieren wollen, oder ist die BILD Zeitung wirklich so schlecht wie alle behaupten? Würde sich eine solche Zeitung nicht zwangsläufig irgendwann selbst in den Untergang reiten? Um diese Fragen zu be-antworten muss man sich nur einmal in die (Online)Archive der BILD begeben und sich die Überschriften und Aufmacher der letzten zwei bis drei Jahre ansehen. Dort wird man von einer gigantischen Masse an seltsamen, schlimmen und manchmal einfach nur amüsanten Texten nahezu überhäuft. Jedoch reicht es für den Anfang auch schon, wenn man sich einfach nur die, meiner Meinung nach kontroverse bzw. zweideutige, BILD Reklame ‘Bild dir deine Meinung‘ zu betrachten und einmal versucht genauer zu analysieren.</p>
<p>/m</p>
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