Wie ich die Wasserwerke erfreute
Der Blick auf die Uhr bestätigt, was meine Augen mir schon lange probieren klar zu machen. Einschlafen hilft jetzt auch nicht mehr wirklich viel. Das unfreundliche Geschepper neben meinem Ohr wird eh in ca. zwei Stunden beginnen. Bei 37°C Zimmertemperatur und genausoviel Grad Körpertemperatur wird es schwer noch eine kühle Stelle irgendwo auf der Bettdecke zu finden. Ich spiele mit dem Gedanken zu duschen. Das vierte Mal am diesem Tag. Den Ventilator hat es nämlich gestern nach einer Woche Powerstufe leider ins Nirvana der Elektroartikel geschleudert und somit überlebe ich nur durch Duschen und kalte Wasserflaschen unter meinem Kopfkissen.
Der Nachmittag heute war die Hölle. Ich habe vor mich hin vegetiert und mir ersthafte Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht. Globale Erwährmung und so. Wenn das jetzt schon so schwül ist, wie soll das erst werden wenn Holland nciht mehr ist und Hannover Küstenstadt? Dann können wir uns ja überhaupt nicht mehr bewegen. Schlimmer haben es da nur die 3. Welt Länder. Die können da ja auch nicht so oft duschen wie ich hier. Duschen, ja das wäre jetzt was, aber ich will nicht aufstehen. So lange ich nicht aufstehe, muss ich nicht auf die Uhr schauen.
Wäre momentan nicht Fußball-WM, ich glaub ich würd meine sozialen Kontakte auf Facebook und StudiVZ reduzieren oder im nahegelegenen Freibad einziehen. Wasser, hauptsache kühles klares Wasser. Ob nun zum Trinken oder darin Baden ist mir eigentlich realtiv schnuppe. Der Gedanke des Duschen erfreut meinen sichtlich geschlauchten Geist immer mehr. Ich denke sogar über das Schlafen in der Dusche nach, verwerfe den Gedanken aber sofort wieder als ich über die Kosten dafür nachdenke. Hoffnungsvoll wende ich den Blick zur Seite, evtl hatte ich vorhin verlesen. Verdammt, hatte ich nicht. Eine Stunde noch dann muss ich aufstehen. Das halte ich jetzt auch noch aus. Dann duschen. Duschen. DUSCHEN!
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