Username:

Password:

Fargot Password? / Help

Musik

Die neue Scheibe von... Kritiken und Vorstellungen.
3
October 26, 2009 Posted by Mike in Musik

Krankhafte Auswüchse der Jugendpopkultur

krankhafte-auswchse-der-jugendpopkultur-theme

Da war ich gerade mal dabei über GoogleWave zu schreiben, meldet sich der gute Olli und haut mir erst mal das Brett des Tages vor die Rübe. Die 16 Jährige Multimillionärin und Star der des Walt Disney Franchise  rund um Hannah Montana, Miley Cyrus, hat bereits im März dieses Jahres ihre Biographie veröffentlicht. Was für ein Epic Fail!

Miley Cirus begann ihre Karriere mit einem Gastauftritt in der TV Serie Doc und einer Rolle in dem Film BigFish. Kurz darauf bewarb sie sich auch die Rolle der Hannah Montana in der gleichnamigen TV Serie des Disney Channels und gewann. Seit dem folgten zahlreiche Kinoauftritte und auch einige Musikalben. Sie gehört zu den zehn bestverdienenden Jungschauspielern mit Gagen von 15 – 25 Millionen Euro pro Film. Diese Dame hat nun mit 17 ihre eigene Biographie geschrieben.

Mal ganz ernsthaft, was steht den bitte in dem Buch drin? Ich habe die wichtigsten Schritte ihrer Karriere in einen Absatz bekommen! Noch einen für ihre anderen Daten und eins fix zwei ist ihr Lebenslauf fertig. Ab dann kann doch eigentlich nur noch Stuff kommen der aus dem Leben der Hannah Montana aka Miley Cirus kommt. Ja klar ist ein Drehtagebuch oder auch ein Tour Tagebuch interessant, aber verkauft man das dann als Biographie. Nein, weil eine Biographie die Lebensgeschichte erzählt, aber welches Leben? Sie ist ja nicht einmal volljährig. Sie ist so jung sie darf keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und keinen Sex haben, aber will eine Biographie rausbringen? Kommt dann in 5 Jahre noch eine? “Miley Cirus – Meine Biographie in 20 Bänden” Das ist doch echt mal Banane, ich hoffe nur das sie das nicht selbst verzapft, sondern ihr Management.

Allerdings ist das nicht alles auf sie bzw. ihr Management gewachsen, die heutige Jugend giert ja gerade zu nach solchen Büchern, auch wenn ich bezweifele das alle die das Buch haben auch in der Lage sind es zu lesen. Ich will jetzt aber nicht das Fass aufmachen, welches uns von dummer Jugend, über die Verblödung des Fernsehens hinzu geldgeilen Managern bringt die alles vermarkten und sei es noch so schlecht. Das wäre zu einfach. Das Problem liegt vielmehr in der nicht vorhandenen Erziehung (ja daraus resultiert die dumme Jugend) und der damit verbundenen verquerten Weltanschauung der Jugend. Vor zwanzig Jahren wäre Heintje oder wie dieser kleine Junge mit der Goldstimme hieß, auch nicht im Traum auf die Idee gekommen mit 16 eine Biographie zu schreiben. Die Jugend allerdings hätte diese damals auch gar nicht angenommen, weil sie noch ein wenig Plan davon hatten, wie das Leben läuft und das man in diesem Alter faktisch noch nichts erlebt hat. Selbst als Kinderstar.

1

Greg Laswell - Your Ghost

greg-laswell-your-ghost-theme

Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte demnach wieder länger und was dazwischen liegt ist sowieso zu kurz um erwähnt zu werden. So langsam beginnt dann auch die Zeit in der man anfängt seine Musiksammlung nach Perlen der ruhigeren Art zu durchstöbern. Man sucht dann nach Sachen wie “Brandie Carlile – Josephine”, “Linkin Park – My December” oder aber auch “HIM – In Joy and Sorrow”. Viele davon hat man schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr gehört. Aber da man ja (zumindest hoffe ich das) immer auf der Suche nach guter Musik ist, findet man eigentlich jedes Jahr ein paar tolle neue Drei Minuten Wunder.

Die einen findet man durch gute Freunde die den eigenen Musikgeschmack mittlerweile besser kennen als man selbst. Hierzu zählen Lieder wie “Die Toten Hosen – Herz brennt” oder aber auch “Die Toten Hosen – Am Ende” (okay das hab ich mir selbst empfohlen) und nicht zuletzt auch “Gary Jules – Mad World”. Andere Lieder wiederum findet man durch Film und Fernsehen. Ganz vorne dabei sind in der Musikauswahl Veronica Mars, Californication und natürlich Greys Anatomy. Worüber ich ja bereits schon einmal berichtete.

Vorhin habe ich also mal wieder Greys Anatomy geschaut. Die Folge “Invaders” ist ja eigentlich für sich schon einen Beitrag wert, aber die Musik erst. Dort hat nämlich zum Schluss der mir gar wunderprächtig gefallende Greg Laswell einen musikalischen Auftritt. Nicht körperlich, leider! Eigentlich eine interessante Idee, ein Konzert im Seattle Grace // Mercy West Hospital. Auf jeden Fall singt der gute Greg am Ende der Folge ein traumhaftes Lied “Greg Laswell – Your Ghost”.

Dieses Lied ist von so atemberaubender Schönheit, das es sogar sein fulminantes “Greg Laswell – Comes and Goes” übertrift. Aber Lieder über Trauer, Schmerz und Verlust sind zumeist eher von einer Schönheit die die Sommerhits einfach nicht aufweisen können und // oder sollen. Aber dieser Text und die Stimme, das könnte man fast für immer auf Repeat hören. Tue ich gerade auch auf YouTube. Seit drei Stunden. Wer jetzt bereits in Stimmung gekommen ist und seine Lieder mag, dem seien alle drei Alben wärmstens empfohlen. Der gebürtige California wird sich drüber freuen und eure Ohren auch. Zumal er ja auch im “My Sisters Keeper” Soundtrack mitreden bzw. mitsingen darf.

[Image/Image]

Brandi Carlile | The Story
1
October 26, 2008 Posted by Mike in Musik

[Artist] Brandi Carlile

Es gibt nur wenige Dinge im Leben die einen wirklich berühren. Sicher gibt es viel, was einen kurz beschäftigt oder auch zum Nachdenken anregt, aber wirklich berührt wird man meiner Meinung nach nur von wenigen Dingen. Zu diesen Dingen gehört in meinem Leben seltsamerweise auch die Serie "Greys' Anatomy", zumindest in musikalischer Sicht. Was die Autoren da wöchetlich an Liedern einbauen ist einfach phanomenal. Zum Beispiel wurde das vermutlich allseits bekannte "Snow Patrol - Chasing Cars" durch besagte Serie berühmt um nur ein Beispiel zu nennen. Read more

0
April 22, 2008 Posted by Mike in Musik

[Album] Kettcar - Sylt

Die schonungslose Wahrheit über Deutschland(s Lieblingsinsel)!
Die Zeit ist gekommen. Vor drei Jahren haben wir noch mit den Spatzen und Tauben getrauert, und heute sehen, bzw. hören, wir alles abgeklärter, ruhiger, gefasster aber keineswegs uninteressierter. Das Leben einiger Fans, eigentlich aller Kettcar Fans hat sich in den letzen drei Jahren weiter entwickelt und die Band selbst hat dies auch getan. Die Texte sind allesamt nicht mehr so Leid und Trauer durchtränkt wie in den Vorgänger Alben. Klar "Am Tisch" erleben wir ein gewisses "Balu" Feeling und auch "Hauptsache Glauben" schiebt sich wieder ins Unterbewusstsein in diesen etwas mehr als 4 Minuten. Insgesamt aber wagt das Album mehr als die Vorgänger.

Doch immer schön am Anfang anfangen sage ich mir immer. Dies ist meine erste richtige Albumkritik, somit habe ich mich erstmal gefragt womit ich anfange. Mit den Liedern, der Vorgeschichte, dem Cover oder doch erstmal Namensinterpretation. So wirklich habe ich keine passende Antwort gefunden. Die Band Kettcar Ich denke ich werde mich so vorarbeiten wie man es normalerweise tun würde, wenn man die CD zum ersten Mal in der Hand hält. Also ein wenig das Cover analysieren, und mich dann über Songs und Texte der Namensinterpretation widmen mit abschließender Gesamtmeinung.

Das erste Mal von Sylt habe ich vor ca. einem Jahr erfahren und war natürlich Feuer und Flame wie das Album den werden würde. Erstaunlicherweise ist das Album ziemlich anders geworden als ich ganz zum Anfang erwartet habe. Die erste Änderung meiner Vorstellungen, die ich noch nicht einmal genau benennen könnte, kam mit der Vorstellung des Albumcovers. Dieses Gemälde "Hochbahn" von David Schnell macht mir immer noch Probleme. Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig bei der Interpretation. Ich denke das Bands auch mal Lieder (Cover haben) singen um einfach Lieder (Cover zu haben) zu singen. Was heißen soll, das die Lieder (Cover) nicht zwangsläufig einen Sinn haben müssen. Jedoch würde es mich stark wundern wenn Kettcar, die ja nun eigentlich in allen ihren Songs (Covern) mehr kundtun wollen als der Großteil der "normalen Bands", wie ich sie jetzt mal salopp nennen möchte, Lieder (Cover) ohne Sinn schreiben. Allerdings stellt dieses Cover keinen logischen Zusammenhang um Album oder den Liedern (und der meiner Meinung nach bezweckten Aussage) für mich her. Außer Frage steht das es wunderschön ist und einen zum Nachdenken anregen kann, aber ich zweifele, das dass der einzige Zusammenhang sein soll.

Hat man sich jedoch erstmal über das Cover hinweggearbeitet, was bei mir alleine schon ca. 30 Minuten gedauert hat, ist man erstmal etwas baff. Das erste Lied des Albums und zufälligerweise auch die erste Singleauskopplung von Sylt, der Song "Graceland" geht anders ins Ohr als man es von Kettcar gewöhnt ist. "Graceland" groovt irgendwie, es hat Biss, Feuer ganz anders als die meisten Songs der alten EP's. Klar auch die hatten stärker vorwärts gehende Songs, da wären zum einen das berühmte "Lattenmessen" oder auch (mein erster Kettcar Song) "Ausgetrunken". "Graceland" jedoch hat richtig Power. Doch genau diese Power steht, für mich im krassen Gegensatz zu der eigentlichen Aussage des Textes. Das Lied, von der Geschwindigkeit, dem Rhythmus und den ersten Versen, durchaus als Partysong zu verstehen, will eigentlich gerade diese Partystimmung durchbrechen und auf die Problematik dieser Einstellung aufmerksam machen. Graceland war, wie die meisten ja wissen, Beginn und Ende von einer der "ganz großen" Karieren in der Musikbranche. Doch trotz diesem tragischen Ende, gibt es immer noch "Millionen" von Elvisimitatoren, die probieren diesen Lebensstil irgendwie weiterhin zu verkaufen. In den Worten von Kettcar:

Das ist Graceland Baby!//
Keiner wird erwachsen //
Die kleinen dicken Kinder auf der Suche nach Kuchen //
[...] //
Das ist Graceland Baby! //
Man ist jung oder tot. //
Nur die halbe Welt wartet auf den nächsten Hüftschwung //

Genau diesen Misstand wollen Kettcar direkt am Anfang der Platte aufdecken. Ich denke das gerade Graceland als Opener gewählt wurde um zu zeigen wo diese Reise auf/nach Sylt hingehen wird. Nämlich genau dahin wohin sie auch auf der echten Insel gehen wird. In das verdrängte, verlangsamte aber kontinuierlich als leicht behebbares Problem dargestellte Verschwinden der Insel. Hierbei steht die Insel stellvertretend für unsere Gesellschaft im Allgemeinen. Genau diese Diskrepanz zwischen Realität und Verdrängung ist eins der zentralen Themen auf dem Album und indirekt, jedoch nie wirklich angesprochen, auch auf der Insel Sylt.

Diese zentrale Gesellschaftskritik fächert sich dann unter anderem in die Themen: Freundschaft und auseinander leben ("Am Tisch"), 11. September/Terror ("Fake for real"), Beziehungsstress/Trennung ("Wir müssen das nicht tun"), Größenwahn/Realitätsferne ("Graceland") und auch dem Tod ("Verraten").

Hiervon erkennt man bei manchen Liedern sofort worum es gehen soll, bei anderen allerdings erschließt sich der Zusammenhang erst nach mehrmaligem hören und dem studieren der Lyrics. So habe ich beim ersten hören von "Fake for Real" keine Zuordnung finden können und den Sinn komplett missverstanden. Durch das studieren der Lyrics ist mir allerdings aufgefallen, das es

Türme sind die für Jungfrauen im Himmel fallen //
und dazu ein Gefühl von dem man weiß //
das es nicht mehr in diesem Jahrzehnt verschwinden wird //

Dieses (freie) Zitat macht die Bedeutung dieses Liedes eigentlich ziemlich deutlich. Diese These wird auch von der schaurig schönen Melodie untermalt, welche glatt einem Horrorfilm entstammen könnte. "Fake for Real" ist ganz klar einer der Höhepunkte von Sylt. Prädikat: Extrem Hörenswert!

Ebenfalls sehr Hörenswert ist das Lied "Am Tisch" in dem zwei (alte Schul-) Freunde sich einmal wieder zum Essen treffen. (mit ihren Frauen, denke ich mal) Sie wahren den Schein aber in ihren Gedanken, welche man in Form des Textes vernimmt, fragen sich beide weshalb sie hier eigentlich sitzen. Sie haben sich (einstimmig) auseinander gelebt. Dem einen geht das alles zu schnell und er kommt nicht mehr mit, mit dem Leben [...]. Der Songtext, welcher ein trauriges Thema besingt, wird auch hier von einer perfekt gewählten Melodie untermalt. Das AlbumCover von Sylt Die Melodie verleitet die eigene Persönlichkeit fast in Depressionen, weil man einfach in dem Lied verschwindet. Das liegt zusätzlich noch daran, das zum ersten mal in der Geschichte von Kettcar ein Lied in Kooperation mit einem anderen Sänger entstanden ist und dieser in diesem auch noch zu hören ist. Dieser Sänger ist in diesem Fall "Niels Frevert" wer mal bei "Last.fm" guckt, der wird dort fündig, ansonsten würde ich mal "youtube.com" vorschlagen.

Bevor ich hier jedoch jedes einzelne Lied auseinanderpflücke, will ich lieber noch ein vermutlich etwas längeres Schlusszitat verfassen.

Als Kettcar "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" released haben, waren viele der Meinung das dieses Album vermutlich nicht mehr zu toppen sei. Doch wenn man Sylt das erste mal hört erkennt man sofort, dass man hier ein Meisterstück der deutschsprachigen Musik in den Händen hält. Sylt reißt einen von dem ersten Moment an mit. Konsequent werden hier die Probleme der deutschen Gesellschaft aufgezeigt und analysiert. Spätestens bei "Fake for Real" hat dann auch jeder kapiert, dass Kettcar mit diesem Album keine "Balu"s mehr erschaffen möchten sondern die wirklichen, die ernsthaften (ja ich weiß Liebesprobleme sind auch ein ernstes Thema) Probleme ansprechen möchten. Dies gelingt auch verdammt gut und zeigt einmal mehr das deutsche Sprache doch zu mehr als bloß zum Unterhalten benutzt werden kann.

Pages:123

Page optimized by WP Minify WordPress Plugin