roadeo.de Zwischen Dekadenz und Armutsgrenze

5Jul/10

The Low Stars

Bill Lawrence ist wohl einer der Besten wenn es darum geht Musik für Serien auszusuchen. Wer Scrubs kennt (was ja eigentlich jeder sollte) der weiß was ich meine. Wobei dort zum Ende hin bestimmt auch Zach Braff seine Finger im Spiel hatte. Nevertheless, Bill hat es einmal mehr in seiner neuen Ensemble Comedy Serie “CougarTown” bewiesen, das er immer noch das Zeug dazu hat Musik auszusuchen.

So kam es dann auch wie es kommen musste, während ich nichts ahnend die Serie schaute, überkam mich eine kleine Gänsehaut. Die Hintergrundmusik. Diese Töne. Diese Stimme. Das hat was. Nein. Moment. Das klingt gut. Sehr gut. Wie heißen die/der/das? Die nächsten 10 Minuten konnte ich mich schlecht bis gar nicht konzentrieren, da ich immer wieder an dieses Lied denken musste. Am Ende der Folge habe ich dann sofort Google befragt und schwupps schon hatte ich den Band Namen und sogar das Lied.

Calling all Friends von den Low Stars! Wer es nicht kennt ich hab den Song eingebunden. Anything else? Yeah. Buy it!

4Jul/10

SafeTripHome – The Movies

Wer mich kennt oder einfach mal auf der “Über mich” Seite dieses Blogs nachsieht wird wissen, das ich ein großer Dido Fan bin. Sie ist eine der wenigen Künstler bzw. Künstlerinnen deren Alben ich mir als CD und nicht als mp3-Download bei Amazon kaufe. Gestern Nacht war ich dann mal wieder auf der Homepage der Schwester von Faithless Frontsänger Rollo Armstrong und was habe ich da gefunden? Was gar wundertolles.

Dido hatte sich zum Start ihres dritten Studio Albums "Safe Trip Home" im Herbst 2008 etwas ganz besonderes ausgedacht. Also Promotion hatte sie mit ihrem Label zusammen bei insgesamt 11 Regisseuren angefragt ob diese ihr jeweils einen Kurzfilm drehen können. Also 11 Filme für 11 Songs insgesamt auf dem Album. Bisher sind 9 Filme auf der Page verfügbar. Einen habe ich hier mal eingefügt. Viel Spaß damit

8Jun/10

Music was my first love and it will be my last

Die Sonne ist schon lange untergegangen und auch der Nachbar aus der Spätschicht hat bereits das Licht ausgemacht. Die Noten steigen erst einzeln und gemächlich aus den Lautsprechern, dann immer öfter und kräftiger. Minuten werden zu Stunden und Momente werden zu einer Ewigkeiten andauernden Symbiose aus Gefühlen und Melodien.

Musik wird als Katalysator gebraucht. Als direkt Verbindung des Fremden in unser Herz. Die Hoffung, die Trauer, das Glück und der Frust einer fremden Person manifestieren sich in diesen Sekunden als Morphium für die Seele in unseren Körpern und sprechen, auch ohne Worte, das aus was der eigene Verstand nicht greifen kann.

Diese Symbiose entführt in längst vergessene Gedanken und manchmal auch in komplett neue Welten. Jede Textzeile bekommt in diesen Momenten eine Bedeutung. Lieder werden auch nach Jahren noch mit bestimmten Ereignissen verbunden. Bei jeder Strophe schießen uns Erinnerungen durch den Kopf. Es werden Hollywoodreife Filme im Kopfkino produziert und alles dies passiert in dem Bruchteil einer Sekunde. Aber nicht nur die Worte auch die Melodien verzaubern unsere Gedanken, nehmen uns mit, tragen uns und erlauben es uns in eine Welt einzutauchen in der Träume Realität sind und die Realität nur ein blasser Schimmer am Horizont.

In diesen Momenten wollen wir ewig leben. Wir genießen die Zeit alleine oder zu zweit oder mit 1000 anderen Gästen in einer ausverkauften Stadion Arena. Augen geschlossen, Hände in der Luft oder unter dem Kopf summen, singen oder tanzen wir mit den Künstlern um die Wette und hoffen das diese drei Minuten nie vergehen werden. Denn die Zeit danach ist zumeist schlimmer als die davor. Repeat unser einziger Freund. Stille unser Tod.

Musik ist eine Droge. Die einzige die zu leisten es sich wirklich lohnt.

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