roadeo.de Zwischen Dekadenz und Armutsgrenze

20Jul/10

[Kritik] Predators 2010

Originaltitel: Predators
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Nimród Antal
Darsteller: Adrien Brody, Topher Grace, Danny Trejo, Laurence Fishburne, Walton Goggins, Alice Braga, Derek Mears, Brian Steele

Als ich den Saal betrete ist es bereits Dunkel. Die Sitze scheinen neu zu sein. Kann mich aber auch täuschen. Während ich noch die Flauschigkeit der Sitzlehne evaluiere, beginnen bereits die Trailer. Inception, Knight and Day, The Expandables, da scheint ja schonmal die Trailer Auswahl gelungen. Das lässt hoffen. So schnell wie die Hoffnung kam, so ging sie auch wieder. Letzter Trailer war Kiss and Kill. Heigl und Kutcher. Also bitte, Predators ist ab 18 nicht ab 6.

Film geht los. Troublemaker Sudios Production. Billiges Logo aber okay, das haben andere Firmen auch. Die erste Einstellung. Man wird praktisch in den Film hineingeworfen. Ein Adrenalin Spike. Das wars dann erstmal für eine lange Zeit. Eigentlich, um ehrlich zu sein, für den Rest des Filmes. Der Film hat keine Handlung. Ich hab auch keine erwartet. Allerdings hätte er gern eine. Die Idee einer Handlung zerplatzt zum Leidwesen vieler Zuschauer so schnell wie Laurence Fishburnes Charaker. Immerhin ist dort ein netter Goreeffekt zu sehen. Bei Laurence jetzt, nicht beim Zerplatzen der Handlung.

Die Figuren sind allesamt total oberflächlich. Was in so einem Film nicht schlimm wäre. Ich bin ja wegen der Action und dem Goregehalt drin. Nicht um eine Art Forrest Gump zu sehen. Allerdings probiert auch hier der Film eindimensionale Charaktere durch coole oder intelligente Sprüche dreidimensional zu machen. Scheitert kläglich. Der beste Charakter ist immer noch der Predator. Der sieht wenigstens scheiße aus und benimmt sich auch so. Der beste menschliche Schauspieler stirbt direkt am Anfang. Allenfalls dem Russen könnte man wegen seiner lustigen Art noch Bonuspunkte einräumen. Ich hätte auch den Japaner vorgeschlagen, aber durch seine Samurainummer hat er sich das verdorben.

Insagesamt war der Film für mich sogar schlechter als AvP:2 und bei dem hab ich schon praktisch nichts gesehen. Der Film ist also schlechter als Schwarzbild. Allerdings hat er auch seine positiven Seiten. Er kann als Mahnmal benutzt werden, um späteren Generationen zu zeigen wie man per Trailer hunderte Menschen verarscht. Die Filmfehler, die mir beim ersten Mal direkt aufgefallen sind, die erwähne ich nun einfach mal nicht.

23Apr/10

Independence Day 2 // 3, Bad Boys 3, Men in Black 3 & Will Smith, ganz viel Will Smith

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Da ist man einen Tag mal nicht in der Lage die Feeds den Tag über verteilt zu lesen und schon erschlagen einen die Meldungen. Will Smith dreht scheinbar dies, Will Smith hat das unterzeichnet, Will Smith spielt Film über Will Smith. Will Smith… ach ne, die Meldung hier ist über Martin Lawrence.

Ich fühl mich gerade mal wieder wie vor dem Trip nach Hamburg. Sequels, Sequels, Sequels… nichts als Sequels. Ok das war gelogen. Prequels oder Remakes gibt es auch noch in Hollywood. Aber wann war die Filmmetropole das letzte Mal so wirklich innovativ? Mit einem Blockbuster? Also so richtig? Anregungen in die Kommentare bitte!

Momentan überschlagen sich die Gerüchte, das Fox sich bereit erklärt hat, Will Smith für einen zweiten und… lol jetzt kommt es, wohl auch einen möglichen dritten Ableger von “Independence Day” zu verpflichten. Das war die 14 Jahre davor ein  massives Problem für Fox, da Will Smith als einziger(?) Schauspieler 20 Millionen Dollar vorab erhält plus einen Anteil an den Einnahmen, ab dem ersten Dollar (first-dollar-gross). BÄM! Das ist mal ein Brett! Und das bei der Wirtschaftslage. Aber man hat bei FOX momentan ja noch zwei Milliarden von Avatar einfach so rumfliegen. Nichts davon ist bisher 100% bestätigt!

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Allerdings wurde der gute Will Smith nicht nur für einen scheinbar zweiten und evtl dritten Independence Day gecastet, sondern so wie es aussieht auch für “Men in Black 3”. Das einzige was nicht sicher ist scheint die Frage zu sein, ob “Men in Black 3” oder “The City that sailed” der nächste Film von Will Smith ist. /Film hat da ein relativ gutes Ausschlussverfahren angewendet:

More than likely it'll be MiB3 that will take precedence as Sony recently lost Spider-M4n as their big Memorial Day 2011 movie, and this threequel would fit in there nicely

Das man gerne zum Independence Day 2011 einen Blockbuster in den Kinos hätte der dann auch noch Independence Day 2 heißt und das Sequel von einem 1 Milliarden Dollar Franchise ist, das ja das verstehe sogar ich als BWL Banause. Achja Tommy Lee Jones hat auch unterzeichnet und in 3D kommt er auch.

Nachdem ich jetzt den zweiten Namen in den Raum warf, kommt hier noch schnell eine kurz Meldung von Will Smith seinem Busenfreund Martin Lawrence. Dieser hatte in letzter Zeit ja nie so wirklich Glück bei der Wahl seiner Rollen. Bad Boys 1 und 2 waren so wie ich das sehe, seine bisher größten Erfolge. Ok! Der Diamanten Cop evtl. noch, das war es dann aber auch. Auf jeden Fall sagte Martin Lawrence vor kurzem in einem Interview und ich zitiere hier nur.

Ich hatte vor kurzem Besuch von “Big Willie” und wir haben über Bad Boys 3 geredet und was Bay davon hält. Wir sind alle dafür, also der Film ist “real”. Aber wir müssen warten bis Bruckheimer das okay gibt. Dann ist er “really real”

Na dann ist ja soweit alles klar. Aber ich glaub das nur wenn er mit “Big Willie darüber in Big Mamas House geredet hat. Weil da dürfen keine Lügen erzählt werden. Außer die, das dort eine übergewichtige, ältere Frau lebt.

27Mar/10

Up in the Air

Ryan Bingham ist der Mann fürs Grobe. Hat der Chef einer Firma nicht die Eier in der Hose seine Angestellten zu feuern, heuert er Ryan Bingham (George Clooney) an. Wie Ryan selbst stolz verkündet, war er im letzten Jahr 322 Tage “Up in the Air” bzw. in Motels oder auf der Straße. Sein Lebensinhalt besteht daraus Leute zu feuern und Bonusmeilen zu sammeln. 10 Millionen will er haben. Doch dann kommen ziemlich plötzlich und für Ryan relativ unerwartet einige Turbulenzen (Wortspiel!) auf ihn und sein Einsiedlerleben zu.

Während eines nächtlichen Aufenthalts in Dallas, begegnet Ryan in einer Hotelbar Alex (Vera Farmiga). Diese ist Geschäftlich fast genauso viel unterwegs wie er und so verwickeln sich die beiden schnell in ein Streitgespräch über die Vorzüge von Autovermietern, Hotels und Fluglinien. Das Gespräch endet in Ryans Bett und mit der Feststellung, das es äußerst Schade war das sie es zwar auf die Minibar aber nicht in der Schrank geschafft haben.Durch dieses Intermezzo schon ein wenig aufgewühlt, begibt sich Ryan in Richtung Firmenzentrale in Omaha, Nebraska. Nach Hause. Allerdings sieht Ryans Apartment eher aus wie ein schlechtes Motel.

In der Firmenzentrale angekommen, wird ihm und anderen Angestellten eröffnet wie man von nun an 85% aller Personalkosten einsparen könnte. Die Idee dazu kommt von der jungen Cornell Absolventin Natalie Keener (Anna Kendrick) und ist im ersten Moment der Weltuntergang für Ryan. Natalie schlägt vor, dass man von jetzt an alle Kündigungen per Internet und Webcam Chat durchführt. Dies spart Flugkosten. Ryan, sichtlich geschockt, das sein Traum, seine Welt, sein Einsiedlerleben in Gefahr schwebt, möchte ihr erst mal zeigen wie die Realität aussieht und nimmt sie mit auf Reisen.  Den weiteren Verlauf müsst ihr euch selber ansehen, ist ja keine Nacherzählung hier.

“Up in the Air” wurde von einem meiner Lieblingsautoren/-produzenten, Jason Reitman, geschrieben. Dieser hat nämlich auch “Juno” und “Thank You for Smoking” gedreht. Mit “Up in the Air” hat er sich der Buchvorlage von Walter Kirn angenommen und dessen gleichnamiges Buch in einen sehr erfolgreichen Film umgewandelt. 6 Oscar Nominierungen, Gewinner eines Writers Guild Award und super viele positive Kritiken machen “Up in the Air” zu einem der besten Filme des letzten Jahres.

Trailer:

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