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Author: Kev

Kevin Neumann sprang Ende 2010 mit ins Boot und ist neben Mike zweiter Author von Roadeo. Schon in jungen Jahren entwickelte er eine große Begeisterung am Schreiben von Texten und Geschichten. Im Sommer 2012 strebt er ein Studium für Medienmanagement/-wissenschaft in Braunschweig, Hamburg oder Köln an.
The Change Up
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[Film] The Change Up - Wie ausgewechselt

Mitch (Ryan Reynolds) und Dave (Jason Bateman) sind seit ihrer Kindheit beste Freund und vom Typ Mensch unterschiedlicher denn je. Während Dave mit seiner Rolle als überarbeiteter Anwalt und Vater dreier Kinder völlig überfordert ist, genießt Mitch als Hobbyschauspieler sein Single-Leben samt Frauen und reichlich Drogen in vollen Zügen. Das Problem an dieser Sache: Beide sind mit ihrem derzeitigen Leben unzufrieden und wünschen sich das des anderen - Mit fatalen Folgen. Nach einer alkoholgetränkten Nacht wachen beide nicht nur mit einem schmerzhaften Kater auf - Sie haben auch die Körper getauscht. Wie konnte dies passieren und wie soll man nun das Leben des anderen meistern?

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#FFCC00fadefalse
letmebeinspired.com
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Google Office in Zürich

Es ist doch echt zum Heulen. Einige von euch kennen das. Man kommt am frühen Montagmorgen ins Büro und kriegt schon vom Anblick der unzähligen von Trennwänden umringten Schreibtische das Kotzen. Im Sommer keine Klimaanlage, im Winter zu geizig zum Heizen. Triste graue Farben mit gelblichen Röhrenmonitoren und Tastaturen, daneben ein leicht hässlicher Benjamin-Baum, dessen goldene Jahre nun braune Jahre sind. Genervte Mitarbeiter hier, schweißvertreibende Mitarbeiter dort - der Kantinenkaffee schmeckt nach Pisse und der Pausenraum ähnelt Göhrings Bunker.

Warum nicht einfach bei Google arbeiten? Vor kurzem bin ich dank der Internetseite LetMeBeInspired auf diese netten und farbenfrohen Bilder aus der Google-Zentrale in Zürich gestoßen. Wenn man sich diese Bilder mit ihren wirklich unglaublichen Aufenthalts- und Konferenzräumen anschaut, dann will man doch eigentlich gar nicht mehr woanders sein Geld verdienen, oder? Ein längeres Gespräch ins Ausland? Och ich geh zum Telefonieren mal in diese nette im geschlossenen Raum befindliche und auf Kunstschnee aufgestellte Skigondel – Und danach rutsche ich noch kurz auf der Rutsche. Mittagspause? Nach dem Essen 15 min. in der Badewanne chillen und kleine Goldfische beobachten, vielleicht sogar zählen. Je nach Tageslaune. Keine Ahnung wie es diesen Menschen gehen mag, aber sie haben sicherlich eine Menge Spaß in ihrem Arbeitsumfeld. Wäre dies bei allen anderen Unternehmen genauso, dann würde man sicherlich gleich topmotivierter sein und auch arbeiten. Hoffentlich habe ich später einmal ein Planschbecken mit Seehunden und Pinguinen in meinem Büro. Mit denen würde ich in meiner Mittagspause Ball spielen..

9GAG
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9GAG - Eine neue Sucht

Sonntag – später Abend. Schlechte Laune. Warum? Weil sich der Montag in rasanten Schritten nähert. Immer noch betrunken vom Wochenende versuche ich mich mental auf die bevorstehende Woche einzustellen – Doch es gelingt mir nicht. Der Stapel noch zu bewältigender Aufgaben auf meinem Schreibtisch wird beiseite geschoben und umfunktioniert zu einer hervorragenden Stütze, falls der Kopf zu schwer werden sollte. Wie kriegt man jetzt wieder gute Laune? Die Lösung ist einfach – 9GAG‘n!

Falls ihr beim ersten, schnellen Lesen „(Lady) Gaga“ gelesen habt – Keine Panik. Mir ging es damals genauso. Nein Freunde. Für die unwissenden Muggel unter uns: 9GAG ist der beste Platz im Netz, um seine eigenen kreativen Funbilder und Videos zu sharen, unverbindlich und kostenlos. Ein sich stets aktualisierendes Portal für teilweise stumpfe und grandiose Leckerschmecker aller Richtungen des menschlichen Humors. Um viele Dinge wie das Trollface, Me Gusta oder den Pedobären zu verstehen, muss man sich erst einmal in die Materie langsam einlesen, was aber noch wichtiger ist – Man muss sich für diese Art von Humor interessieren um ihn verstehen zu lernen. Nicht jeder kann über simpel gezeichnete Comicfratzen oder bescheuerte Fotomontagen „lol’en“ und nicht jeder steht auf ultraflachen Humor – Like me.

Solltest du Dich für diese Art von Witz begeistern können - Glückwunsch. Das Schöne an 9GAG ist, dass man regelrecht überrumpelt wird mit neuen Krachern. So kann es passieren, dass der RSS Reader nach nur einem Tag 100 neue Aktualisierungen anzeigt. Es wird also nie langweilig und es ist ein netter Freizeitvertreib nach einem stressigen Tag bzw. einer verdienten Pause bei der Arbeit. Die einzig negativen Aspekte (sofern der Inhalt nicht schon angekreidet wurde) sind das hohe Suchtpotential und der Verlust der deutschen Sprache unter gleichgesinnten 9GAG-Liebhabern. Mike und ich verstehen uns bereits auf einer völlig anderen Sprache, die für viele Außenstehende sicherlich sehr.. wie soll ich sagen .. gestört klingen mag. Vielleicht konnte ich euer Interesse wecken. Wenn nicht, mir doch Wurst! Me Gusta!

© Recluse | Instant Vantage
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Am Ende war es still...

Wie jeden Morgen sitzt er einsam und verlassen an seinem Schreibtisch, genießt das fröhliche und wohltuende Zwitschern der Vögel, trinkt seinen milchigen Kaffee, bevor er sich Blatt und Stift nimmt und zu schreiben beginnt. Anfangs schrieb und schrieb er ohne auch nur einmal daran zu denken den Stift kurzzeitig beiseite zu legen. Es waren pulsierende Ströme, die blitzschnell von seinem Herzen durch Venen und Hand in seine schriftlichen Bewegungen flossen. Er konnte Seite für Seite vollschreiben, denn seinem Reichtum an Gefühlen war keinen Grenzen gesetzt.

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© Facebook | MoneyBlogNewz
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Gefällt mir!

Was für ein beschissener Tag! Erst versagt mir früh morgens die Karre auf halber Strecke, dann spuckt mir mein Chef eine Abmahnung wegen wiederholtem Zuspätkommen ins Gesicht und wäre das nicht schon genug gewesen bricht mir beim Öffnen meiner Haustür noch der Schlüssel ab. Wieder einmal hat mich der „Offline-Modus“ so richtig derbe „geOwned“! Ist doch alles scheiße, aber muss ja nicht jeder wissen. Eigentlich bist du doch der Checker vom Dienst. Solche Sachen wie heute Morgen würden Dir doch selbst im Traum nicht passieren! Auf Geht’s auf den Spielplatz der Selbstdarsteller für Ruhm und Aufmerksamkeit – Facebook.

Natürlich ist die Startseite des Browsers genau die Richtige – Man will ja keine Zeit verlieren, sondern jede Statusmeldung gründlich durchforsten, um wieder genügend Lästerstoff für die nächsten Parties zu haben – Denn Lästern macht Spaß! Besonders wenn man sonst nichts zu tun hat und nach Aufmerksamkeit strebt, weil das eigene Leben so trostlos ist. Oh mein Gott !!! Nur noch 106523 Freunde in meiner Freundesliste – Einer weniger! Wie kann das sein?! Ist mein Profil zu langweilig?! Wirke ich einschläfernd mit dem was ich schreibe?! Ist es jemand, den ich gut kenne oder einer von den 106467 Freunden, denen ich bisher nur einmal mittags in der Stadt zugewunken habe?!

„Leute können manchmal so scheiße und hinterfotzig sein!“

Zack! Und gleich nach 30 Sekunden drei „Likes“ und zwei zustimmende Kommentare. Herrlich! Ich bin wieder Mittelpunkt der Gesellschaft. Weiter geht’s. Aha – Peter war gerade Kacken und es roch ziemlich ungesund – „Gefällt mir“…

Leute, Leute, Leute. Wiedererkannt? Hoffentlich nicht! Ich will mich hier nicht aus der Affäre ziehen, denn ich nutze ja auch Zuckerberg’s farbenfrohe Spielwiese und stehe dazu. Aber was man manchmal so liest geht echt gar nicht mehr. Ich habe viel über das Thema nachgedacht, habe mich in diversen Spuren ab und zu selber wiedererkannt. Ist es nicht schlimm wie uns das soziale Netzwerk beherscht? Früher hat man sich gegenseitig angerufen, danach getroffen, gequatscht, Bilderalben zusammen angeschaut etc. Heute sind dafür wenige Knopfdrücke nötig und man muss dafür noch nicht einmal seinen festgesessenen Arsch heben. Wer nicht in einem sozialen Netzwerk ist, der ist automatisch weniger informiert und weniger gefragt. Beziehungskrisen werden öffentlich vor 500 Zuschauern geklärt und der neue Praktikant schildert vor den Augen seines Chefs, wie er letzte Nacht im Vollsuff die süße Blondine nach allen Künsten der Verführung vernascht hat. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass uns Wörter wie Facebook, Google+ und StudiVZ zu gläsernen Online-Usern machen. Neue Identitäten mit schauspielerischer Kunst werden geschaffen, die den trägen Alltag im realen Leben zu einer glamourösen Onlinescheinwelt verwandeln. Geht’s Dir vor dem Bildschirm scheiße, ist für Dich hinter der Flimmerkiste der schönste Tag der Woche. Die Suche nach Aufmerksamkeit verfällt desöfteren in eigene Untreue. Ich bin gespannt wie sich der Trend in den nächsten zehn Jahren weiter fortsetzt, ob dann die Öffentlichkeit die Farbe der eigenen Socken oder die Marke der benutzten Zahnpasta kennt. Jedoch muss man sich dabei immer selber die Frage stellen: Werde ich das weiterhin zulassen?! Irgendwann ist auch mal Schluss!

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Guten Morgen, Braunschweig!

Als sich die schwere Eingangstür mit den letzten herausströmenden Beats öffnet, blenden mich die ersten hellen Sonnenstrahlen des neu angebrochenen Tages. Glänzend weißes Licht gleitet durch meine Finger und lässt meine Augen zu Schlitzen formen. Mein Kopf dröhnt, meine Beine gleichen einer übergroßen Weingummischlange. Das Hemd wird zugeknöpft, der Nikotinrauch aus dem Sakko geklopft und mit hektischen Bewegungen aus dem übrig gebliebendem Haarwachs eine halbwegs gutaussehende Frisur gezwirbelt. Ein Blick nach rechts und ein Blick nach links – Vertautes Terrain.

Ab geht’s die Straße entlang - Vorbei an tüchtigen Flaschensammlern und kotzenden Jugendlichen, vorbei an flackernden Blaulichtern, aufgemotzten Spinnerkarren und streitenden Paaren, die sich gegenseitig mit Schimpfwörtern vollgestopfte Duden an den Kopf schmeißen. Im ZickZack laufe ich zwischen den leeren Glasflaschen und den Flecken nicht identifizierbarer Substanzen entlang. Meine Augen brennen, meine Gehirnzellen feiern, jedoch ohne mich überhaupt eingeladen zu haben. Ein besoffener Clown bietet mir einen Schluck aus seinem Tankstellen-Tetrapackwein an – Ich lehne dankend ab, denn der warme und göttlich duftende Dönerbudengeruch betäubt meine Sinne. Mich zieht es samt Socken aus den Schuhen und ich schwebe wie ein Vogel direkt auf den überdimensionalen Dönerspieß zu. Der Freund am anderen Ende der Theke klatscht nach meinen Wünschen das gesamte Brot voll. Ein prächtiger Speichelfluss lässt sich in aller letzter Sekunde verhindern. Ich zahle 50 Cent zu viel und begründe mit den Worten „weil heute dein Glückstag ist!“. Beim Verlassen des Tempels meiner morgendlichen Retter hinterlasse ich wie einst Hänsel und Gretel eine wegweisende Spur aus Zwiebeln und Kraut. 2 Minuten Inhalieren und mein Gesicht gleicht einem Saustall.

„Schüss, schön’amd noch!“ (Achtung Insider!) hallt es durch meine Ohrmuschel, als ich mit einem Klingeln den Kiosk meines Vertrauens verlasse. Mittlerweile ist es taghell und die ersten arbeitskräftigen Muggel setzen sich in Bewegung. Sonntags! Trottel! .. Ein Schluck aus der Bierflasche – Scheiße, es schmeckt immer noch wie das erste Bier des Abends – Tierisch gut! Erst meine Beine, dann folgt im Gleichschritt mein Oberkörper. Wie der Anführer der Dorftrottel latschen meine Füße Richtung Heimat, dicht gefolgt von einem Schweif einer Geruchsmischung aus Schweiß, Alkohol und kaltem Rauch. Das Display meines Handies feiert eine fette Rauschparty, bekannte Buchstaben verformen sich zu antiken Hyroglyphen. Verpasste Anrufe lassen sich nicht mehr identifizieren, die aktuelle Uhrzeit schon gar nicht. Kurz nach vorne geschaut - Falsch abgebogen – Wo bin ich? Es dauert eine Ewigkeit, bis ich den gelb gepflasterten Pfad nach Oz finde.

Nachdem nun mein gesamter Schlüsselbund im Schloss steckte und ich es mir allmählich auf meiner Fußmatte bequem machen wollte, springt beim allerletzten Versuch die Tür endlich auf. Wie schon in der Dönerbude pflastere ich mit meinen Klamotten einen Weg durch den Flur ins Schlafzimmer, wo ich mich mit einem durchaus sehenswerten Bauchklatscher ins Land der Träume begebe.

Der nächste Tag beginnt – Morgens um 14.30 Uhr. Schmerzen. Ich sterbe. Schmerzen. Mein Oberkörper kommt nicht hoch. Leiden. Schmerzen… Die Bettdecke hängt über meinem Nachttisch, Kissen liegen verstreut im Zimmer herum. Ich folge dem mir unbekannten Weg aus Klamotten ins Badezimmer. Spieglein, Spieglein an der Wand – Man siehst du scheiße aus! Ein Blick in die Küche – Chaos. Das Klirren mehrerer leerer Bierflaschen lässt meinen Schädel fast zum Platzen bringen. Die Zahnräder meines Hirns rotieren wie verrückt, als ich versuche die umherliegenden Puzzleteile zu einem halbwegs sinnvollen Bild zusammenzustecken – Keine Chance. Dreizehn verpasste Anrufe und sechs unbeantwortete SMS, dazu eine Eigennotiz, dessen Sinn ich bis heute suche. Und dann kommt der berühmte Spruch, den wir uns selber schon so oft sagen hören haben: „Scheiße man! Ich trinke keinen Alkohol mehr …“

„ … bis nächsten Freitag.“

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