Schlechte Uniwebseiten

Momentan verbringe ich meine Tage damit Kaffee zu trinken, mittelmäßige neue Musik zu entdecken und bis zum erbrechen SimCity Social zu spielen (ADD ME!), da ich krankheitsbedingt an den PC gefesselt bin. Zwar „erst“ seit vier Tagen, aber davor hatte ich ja auch gar keine Zeit für solche Dinge. Die letzten zwei Wochen habe ich nämlich damit verbracht mich an den verschiedensten deutschen Universitäten für einen Masterstudienplatz zu bewerben. Muss ja. BÄTSCHELOHR ist irgendwie nur so semi-geil. Mit einem Master hat man doch schon bessere berufliche Chancen – man kann Doktor werden. Aber dahin muss man erst einmal kommen. Die erste Hürde nach dem Bachelorstudium ist wahrlich die Bewerbung um einen Masterstudienplatz. Nein, ich möchte jetzt nicht auf den manchmal echt krass komischen Bewerbungsrichtlinien mancher Universitäten rumreiten. Wobei eine Sache muss ich los werden. Wie kann es sein, das die Bachelorarbeit als Bewertungskriterium zählt, wenn vermutlich über die Hälfte der Bewerber nicht mal eine Bachelorarbeit vorzuweisen haben. Das ist doch nicht gerecht. Lässt man die unter Vorbehalt zu, um dann zu sagen: «Ach wissen sie, ihre Bachelorarbeit, also die war nicht so der Hit, tut uns leid! Aber viel Spaß in Castrop-Rauxel beim BWL Studium.» Voll geil! Ne, danke auch. Aber wie gesagt, darum soll es hier nicht gehen. Es sind nämlich nicht nur die Bewerbungsprozeduren eine echte Qual, nein auch das Design von Hochschulseiten ist grauenhaft und Userunfreundlich.

Jeder der sich jemals für ein Bachelor- oder Masterstudium an einer x-beliebigen Hochschule beworben hat wird mir zustimmen können. Schlechte Menüführung, Grauenhafte Farbwahl, massenhaft 404 Fehler und zum Teil über 5 Jahre nicht mehr aktualisierte Institutsseiten. Man hat fast das Gefühl, dass das Absicht ist. Die Universitäten trennen so bestimmt die Spreu vom Weizen. Nur wer die geistigen Fähigkeiten besitzt sich bis zur Studiengangsübersicht oder, wenn man ganz verrückt ist, sogar bis zur Anmeldung durchzuklicken, ist Erhaben genug um an dieser Hochschule studieren zu dürfen. Das Formular welches man dann ausfüllen muss ist eh immer das selbe. Kann man das nicht irgendwie wieder zentral machen? Ja ich weiß, hatten wir schon einmal, das war auch nicht das Tollste, aber so? Das kann es doch auch nicht ernsthaft sein! Ich kann keine moderne Hochschule für voll nehmen, die wenn man auf weiterführende Informationen zur Bewerbung klickt, einen „404 – Seite nicht gefunden Fehler“ produziert. Wenn ich auf der Seite weiterführende Links von Ines Müller, dem HIWI für evangelische Religionspädagogik, auf einen 404 Fehler stoße, ja Gott von mir aus, aber bei relevanten Seiten sollte das auf keinen Fall passieren!

Wie soll ich mich vernünftig bewerben können, wenn relevante Informationen zu meinem Studiengang irgendwo im Datennirvana der Hochschule vergammeln und ich erst auf fünf Unterseiten klicken muss damit ich merke, dass mein Studiengang nicht 1-Fach sondern 2-Fach ist. Muss dei Navigation immer nur die jeweils aktuelle Ebene anzeigen, sodass ich nicht mehr zurück, bzw eine Ebene höher, navigieren kann? Das kann sogar jede Beepworldseite. Wie kann das sein? Hat nicht mittlerweile jede Universität eine Pressestelle, eine Stelle die die Universität nach außen vertreten soll? Sind die blind für sowas? Das einzige was die Hochschulen zumeist hinbekommen, sind die Startseiten. Ein Wunder. Habe sie wohl aus den USA abgeguckt. Da ist das, bei einigen, genauso ein Trauerspiel. Egal in welchem Land man sich einschreiben will, die Universitäten kommen mit Seiten daher, die hätte ich besser designen können. Dunkle Schrift auf dunklerem Hintergrund. Verpixelte Bilder. Schlechte Schriftarten. Die Liste könnte ewig fortgesetzt werden. Kann da nicht irgendwer was machen? Generationen von Studenten würden vor Freude weinen, wenn sie endlich Hochschulwebseiten haben die nicht aussehen wie Reginas Nagelstudio in der Fortzgasse 5b. Wobei ein nicht pinker Hintergrund wäre für den Anfang schon genug.

EDIT: Wollte ich als Beispiel die Seite der Universität Kiel erwähnen – sind die erstmal offline. Auch gut.

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