0

[Film] The Change Up - Wie ausgewechselt

Mitch (Ryan Reynolds) und Dave (Jason Bateman) sind seit ihrer Kindheit beste Freund und vom Typ Mensch unterschiedlicher denn je. Während Dave mit seiner Rolle als überarbeiteter Anwalt und Vater dreier Kinder völlig überfordert ist, genießt Mitch als Hobbyschauspieler sein Single-Leben samt Frauen und reichlich Drogen in vollen Zügen. Das Problem an dieser Sache: Beide sind mit ihrem derzeitigen Leben unzufrieden und wünschen sich das des anderen - Mit fatalen Folgen. Nach einer alkoholgetränkten Nacht wachen beide nicht nur mit einem schmerzhaften Kater auf - Sie haben auch die Körper getauscht. Wie konnte dies passieren und wie soll man nun das Leben des anderen meistern?

Es war einmal wieder Zeit für die nächste Sneak Peek im Braunschweiger C1. Neben Filmen wie "Hot Chick" oder "Freaky Friday" erwartete uns diesmal die nächste Rollentauschkomödie mit dem Titel "The Change Up - Wie ausgewechselt". Neben Regisseur David Dobkin holte man sich zudem das Autorenteam Jon Lucas und Scott More an Board, welche bereits für die beiden "Hangover"-Filme zusammenarbeiteten. Diese Autorenbesetzung sorgte natürlich im Vorfeld für eine höher befindliche Messlatte, sofern man die Filme des nun berühmten "Wolfpacks" kennt. Doch tatsächlich stellte man sich anfangs die Frage, ob eine weitere "BodySwitch"-Komödie wirklich nötig wäre, zumal das Thema in der Filmgeschichte schon oftmals behandelt wurde und man bereits die kuriosesten Verwandlungen zu sehen bekam.

"The Change Up" ist jedoch in meinen Augen völlig anders. Jason Bateman ("Kill The Boss") und Ryan Reynolds (Bekannt aus "Buried" oder "Green Lantern") sorgten für eine Menge männlicher Action mit humorvollen Peinlichkeiten. Die gewissen Erotik kam hingegen von Männerschwarm Olivia Wilde (bekannt aus "TRON: Legacy" oder "Cowboys & Aliens"), die einige Männerherzen zum Schmelzen brachte. Doch der Film zeigte wie auch schon in Hangover 2 seine sich festnagelnde Schocker. Säuglings-Exkremente in Dave's Mund, faltige Pornostarsenioren mit aufgeblasenen Megabrüsten, messerwerfende Babys und sexgeile Frauen im 9. Monat. Hört sich alles ziemlich krank an, doch die Macher von Hangover formten daraus einen brillianten Humor, der viele der anwesenden Kinobesucher vor Lachen kaum in den Sitzen halten konnte. Gekrönt wird der Film aber auch durch das oft verwendete Wort "Fuck", sodass sich dieser Film sicherlich auch bald als Trinkspiel verwenden lässt.

Doch natürlich hat dieser Film auch eine Botschaft und er besitzt neben den vielen Brüsten und Exkrementen auch nachdenkliche bzw. leicht traurige Momente. So merken die beiden Protagonisten bspw. auch gegen Ende des Films, dass das Leben des anderen zwar aufregend und schön ist, sie jedoch nicht für dieses Leben geschaffen sind und darin auch nicht dauerhaft glücklich werden können. Man soll sich eben nicht so sehr auf das Leben anderer fixieren, sondern sein eigener Glückes Schmied sein.

Abschließend kann man sagen, dass es sich hierbei um einen sehr empfehlenswerten Film handelt. Wer eine gewaltige Portion Bauchschmerzen vor Lachen gebrauchen kann, der sollte demnächst den Weg ins Kino suchen. Für mich neben "Bridemates" und "Hangover 2" die erfolgreichste Komödie des Jahres. Und das sahen auch viele andere Besucher der Sneak Peak so.

Besucherwertung "The Change Up" - phänomenal 13 | sehenswert 86 | passabel 48 | erträglich 20 | miserabel 11

Link - C1 Cinema

Click to share thisClick to share this