Pläne. Das ist was für Anfänger.

Seltsam wie sich Dinge von einem Tag auf den anderen ändern können. Ich hatte einen Plan. Einen wirklich guten, schönen und ausgefeilten Plan. Ich wollte Soziologe werden. Ein großer Soziologe. Nicht in der Ungleicheitsforschung oder der Arbeitssoziologie. Nein. Der Bereich der Architektur bzw. Stadtsoziologie hatte es mir angetan. Läpple, Löw, Delitz und Dangschat. Ich richtete mein komplettes Studium darauf aus. Ich fuhr sogar auf den Soziologenkongress und nahm an einem Wettbewerb in diesem Bereich teil. Mein Bachelorarbeitsthema hatte ich mir auch schon überlegt… und dann? Dann war das Thema nicht im Bereich Stadtsoziologie sondern im Bereich politische Kommunikation angesiedelt. Scheiße war’s. Also alles auf Anfang. Die letzten drei Semester wurden praktisch egal. Alles was ich links liegen gelassen hatte wurde auf einmal wieder interessant. Trotzdem. Ich wollte darüber schreiben. Unbedingt. Mache ich jetzt auch. Die Entscheidung dazu hab ich in einer Sekunde auf die andere spontan getroffen. Nur war es auch die richtige?

Ich denke ja. Ich hab das Studium ja angefangen um etwas in der Politik zu ändern. Ich bin dann zwar auf die andere Seite gezogen worden, aber dennoch war die politische Kommunikation immer noch eins meiner Lieblingsthemen. Abgeordnete, Berater und Lobbyismus. Ein Wirkungsfeld das verschriener nicht sein könnte. Sobald man nur Lobbyismus erwähnt, werden Skandale, Bestechungen und andere unschöne Dinge herangezogen um die Arbeit zu illustrieren. Allerdings immer von denen die sich nie groß damit beschäftigt haben. Hätten sie das, wüssten sie das das was sie da erzählen nicht stimmt. Die Realität ist anders. Schlimmer. *diabolisches grinsen bitte jetzt einfügen* Nein Scherz. Ich glaub “Thank you for Smoking” verleitet einen dazu alle Lobbyisten in einen Pott zu packen und zu stereotypisieren. Der gemeine Lobbyist ansich ist ein gesetztestreuer, Überstunden schiebender Klinkenputzer. Aber er kann Veränderungen herbeiführen. Positiv sowie negativ. Umwelt oder Atom? Sprit oder Elektroauto? Alles ist möglich.

Werde ich mich für gut oder böse entscheiden? Weiß ich nicht. Momentan überlege ich gar nicht direkt in die Lobbyarbeit (Ein *höhö* an Konsi und Jay die eh an was anderes denken als ich in dieser Sekunde) zu gehen, sondern viel mehr auf der Seite der Politik zu arbeiten. Dort etwas zu bewirken, im Bereich Stadtplanung evtl. um dort dann wieder etwas mehr auch Architektur oder Stadtsoziologie zu praktizieren. Oder ich werde Professor. Oder ich schreib einfach erst einmal meine Bachelorarbeit und sehe dann weiter – weil Pläne sind was für Anfänger.

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1 Kommentar

  1. Ich finds lustig meinen Name da zu lesen, auch wenn ich nciht verstehe was du da jetzt genau dachtest was ich denke. Hab jedenfalls was lustiges gedacht ^^

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