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March 2011 - roadeo.de

[USA Roadtrip 2011] Bilder sagen mehr als 1000 Worte…

Unser kleiner Brummbär Julian liegt mittlerweile im Bett, Kevin dönert sich Fruchtcocktails weil er McDonalds, BurgerKing, IN n’ Out, I-HOP und Taco Bell (waren wir nie, ist Mist) nicht mehr sehen kann und da dachten wir was kommt besser als ein Beitrag aus… Mi.. Maa… Morro Bay. 1 2 3. 1 Raum, 2 Betten, 3 Männer auf dem härtesten Trip ihres Lebens. Mit einem vollklimatisierten, automatikgetriebenen und auch sonst vollelektronischem Ford Edge 2011 (oder auch 2010) ging es vor mittlerweile sieben Tagen aus San Diego in Richtung ausrasten, Roadtripfeeling und Schokolade essen.

Eindrücke im Einzelnen zu schildern ist, aufgrund der Größe, Vielfalt und Faszination dieses Landes, einfach nicht möglich. Da würden wir morgen noch schreiben. Allerdings sei soviel gesagt: Es ist mega, eine Millionen Mal sehr geil. Kevin sagt: In die Wüste pinkeln macht richtig Laune. Ich find ja eher das Coffee to go gute Laune macht. Aber jeder hat da so seine Vorlieben. Julian zum Beispiel ist nach dem Niesen immer im Fahrtwind am glücklichsten. Wau.

Wenn ihr jetzt denkt das wir nach einem Liter (aus einer einzelnen Flasche) Smirnoff Ice schon total GAGA sind, solltet ihr uns mal erleben, wenn im Auto Übermüdung, Hunger und schlechte Musik vorherrscht. Da hilft auch in die Wüste pinkeln nicht. Da ist dann einfach mal Endgegnerstimmung. Aber bisher hat uns Ronald McDonald immer wieder glücklich machen können. Sei es mit Burgern, Getränken oder einfach nur einem diabolischem Grinsen auf den Lippen. Wir haben doch immer wieder gute Laune gefunden im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Because you know: It’s America.

Upsi. Kevin ist eingeschlafen. Julian atmet schwer und ich leg mich jetzt zwischen die beiden. Sandwiches sind hier ganz groß. Hab ich gehört.

still

Still

Das laute Dröhnen einer Autohupe riss ihn aus seinem Tagtraum. Die Ampel war bereits grün. Fragt sich wie lange schon. Er schaltete in den ersten Gang und mit einem leichten Ruckeln bewegten sich die Räder und trugen die alte Blechschüssel weiter vorwärts. Ein leichter Regenschauer erschwerte die Sicht durch die dunkle Nacht. Neonhelle Farben spiegelten sich in unzähligen Pfützen und die Lichter des Verkehrs zogen einen langen bunten Schweif hinter sich her. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er bereits knapp drei Stunden unterwegs sei. Die Tanknadel rotierte und machte durch zittrige Bewegungen auf sich aufmerksam. Es würde noch für den Rückweg reichen.

An der nächsten Ampel zündete er sich eine Zigarette an, atmete tief ein und spuckte den feurigen und gleichzeitig beruhigenden Rauch wieder aus seinen Lungen. Seine Finger tippten mit leichten Schlägen zu den Beats der Musik auf dem Lenkrad herum. Neben ihm hielt ein Wagen. Durch die nassen Fensterscheiben, an denen die Regentropfen ein Wettrennen auf Zeit veranstalteten, erkannte er ein vertrautes Gesicht. Sie trug ihr Haar offen, so wie er es liebte. Ihr Lächeln war das bezauberndste, was er je in seinem Leben gesehen hat. Ihre blauen Augen funkelten wie glänzende Kristalle in der Dunkelheit der Nacht. Beide starrten sich tief in die Augen und lachten mit puren Emotionen, während die Motoren ihrer Autos aufheulten. Die Ampel schaltete auf grün und beide rasten los. Die Dame seines Herzens beschleunigte und wechselte die Spur, sodass sie vor plötzlich ihm fuhr. Ein Stechender Schmerz an seinem Finger riss ihn erneut aus seinen Träumen. Die Glut seiner Zigarette war bis auf den Filter heruntergebrannt – Das Auto vor ihm war spurlos in der Nacht verschwunden, die Straßen plötzlich völlig frei.

Der Schlüssel glitt ins Schloss und die Tür sprang mit einem leichten Knarren auf. Ohne den Lichtschalter zu betätigen ging er nach dem Schließen der Tür den Flur entlang und blieb inmitten der Dunkelheit stehen. Stille –

So still, das alle Uhren schwiegen,
ja, die Zeit kam zum erliegen,
so still und so verloren gingst du fort,
so still und so verloren gingst du fort.

Ich hab so viel gehört und doch kommt‘s niemals bei mir an,
das ist der Grund warum ich Nachts nicht schlafen kann,
wenn ich auch tausend Lieder vom Vermissen schreib,
heißt das noch nicht das ich versteh,
warum dieses Gefühl für immer bleibt.