Wir sind Helden, Jung von Matt und wie die BILD ins Bild passt

Bloggers Lieblingsthema Nummer Eins an diesem Freitag? Die Anfrage von Jung von Matt an die werten Menschen von Wir sind Helden ob sie nicht Lust hätten in der neuen Kampagne der BILD-Zeitung mitzuwirken. Es geht um die seit zwei drei Jahren laufende Kampagne in der Prominente auf Plakaten, im Kino oder auf dem heimischen Fernseher ihre, angeblich (muss man leider sagen) ungeschönte Meinung zur BILD – Zeitung allen Menschen kundtun. Ob die das nun wissen wollen oder einfach nur den SAT1 FilmFilm gucken wollen.

Irgendwie fanden Wir sind Helden und insbesondere Judith Holofernes das dann nicht so toll. Sie haben scheinbar was gegen die BILD-Zeitung. Auf ihrer Internetseite haben sie dann auch einen öffentlichen Antwortbrief auf die doch recht nette Anfrage von Jung von Matt veröffentlicht. In diesem kommt sowohl die BILD als auch Jung von Matt nicht gerade gut weg. Besonders jedoch die BILD-Zeitung wird ziemlich ins negative gerissen. Jung von Matt wird nur, man könnte sagen, “enttarnt.” Es wird auf den Grundgedanken der Kampagne eingegangen und was allgemein gute und schlechte Presse in der Werbung zu bedeuten haben.

Judith Holofernes weiß das alles so genau weil sie angeblich mit den meisten der Menschen von Jung von Matt zusammen studiert hat. Nach eigener Aussage. Jedoch gestallt sich durch diese Aussage und die damit einhergehende Tatsache das sie weiß wie Werbung funktioniert, das Glauben aller weiteren und vorhergegangen Aussagen Frau Holofernes als schwierig. Zumindest in meinen Augen. Sie kritisiert sich im Grunde genommen selbst – während sie den Antwortbrief schreibt.

Ihre These ist erstmal, dass selbst wenn man in der Reklame etwas Negatives über die BILD sagt, man vermutlich ein schlechtes Gewissen hat, da man für die BILD Reklame gemacht hat. Dies versucht die BILD mit einer Spende in Höhe von 10.000€ zu kompensieren die sie für jeden Prominenten spendet der mitmacht. Ich persönlich sehe die Aktion als weniger kritisch. Aber gut. Im Endeffekt jedoch schreibt Frau Holofernes die Reklame auf Papier, im Gegensatz dazu das sie sie unter BILD Regie evtl. im Fernsehen zum Besten gibt.

Beides läuft nämlich auf das selbe hinaus. Die BILD und in diesem Falle auch Wir sind Helden (deren Server am Freitag btw überlastet waren) stehen in der Presse. Ich will hier keinen Falls böse Absichten unterstellen. Aber wer nach eigener Aussage mit den ganzen Menschen von Jung von Matt studierte und dadurch ach soviel über Werbung gelernt hat, dem sollte sich eigentlich erschließen das die Aktion zwar ganz nett ist und auch interessant, aber irgendwie das gleiche wie die Reklame im Fernsehen. Nur halt ohne Spende. Was dann doch wieder negativ ist.

Der Brief von Wir sind Helden ist auf der Band Homepage einzusehen.

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2 Kommentare

  1. Ist das Absicht oder muss ich dich echt darauf hinweisen, dass die Band Wir sind Helden heißt?

    Ansonsten: So ganz unberechtigt ist deine Meinung vielleicht nicht, aber auf einem Plakat neben einem Bildschriftzug zu stehen mit einem einzigen kritischen Satz, den man im Vorbeifahren sowieso nicht wahrnimmt, ist schon was anderes, als dieser ausführliche, deutlich distanzierende Text.

    1. OMFG! Ich habs, keine Ahnung wieso, im Titel total versemmelt. Danke! 🙂

      Zum Rest, ja das BILD ist evtl. etwas kritisch, aber grundsätzlich wollen sie das erreichen. Jedoch finde ich handeln sie wie die Reklame selbst.

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