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December 2010 - roadeo.de

We’ll take you down the only road we have ever been down

Der Abrisskalender auf dem Schreibtisch ist bei letzten Blatt angekommen. Passte er am Anfang des Jahres nicht mal in die Hosentasche, so kann man in heute in das Geldfach seines Portemonnaies stecken. Ein ganzes Jahr passt auf einmal in die Hosentasche. Dort verstaut wirkt es auf einmal so unscheinbar, klein und kurz. Vermutlich wird es zerknicken. Stücke werden herausgerissen und mit anderen Informationen überschrieben. Irgendwann wird es ein Flickenteppich sein der im Papierkorb endet und somit in Vergessenheit gerät.

Jedoch könnten wir dieses Kalenderblatt auch aufheben. Die wichtigsten Ereignisse noch einmal niederschreiben auf diesen 30 Quadratzentimetern. Wir könnten es zu den anderen Erinnerungen legen die wir in ruhigen Minuten heraus holen um uns an besondere Ereignisse zu erinnern. Könnten ein Zeugnis dessen erschaffen, was wir erlebten, was uns glücklich machte, was uns trauern ließ und auch von den Dingen denen wir zu der Zeit als sie passierten keine besondere Bedeutung zugemessen hatten. Wir könnten uns eine Möglichkeit erschaffen dieses Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen zurückzurufen.

In diesen Sinne ein Hoch auf den 100. Beitrag hier auf Roadeo. Auf zwei Co-Autoren. Auf die Entdeckung der Liebe zu Kurzgeschichten. Auf ein wunderes Treffen in Köln. Auf wunderbare Trailer. Auf die Kunst. Auf die Kultur. Auf die Architektur. Aber vor allen ein Hoch auf euch, die Leser. Das kleine aber feine Rädchen, welches jedoch immer größer wird, und das entscheidende Bindeglied zwischen Idee und Beitrag darstellt. Ohne euch und eure Kommentare wäre das ganze hier nur halb so spaßig. Behaltet das Jahr 2010 und uns in guter Erinnerung.

Wir sehen nächstes Jahr.

Guten Rutsch!

Das Klimahaus in Bremerhaven

klimahaus in bremerhaven

Letztes Haus an Grenze stehen. Oder besser: Großes Haus an Küste steht. Vor einigen Jahren war ich mal in Cuxhaven. Einfach mal ein Wochenende entspannen, Seele baumeln lassen und die Nordseeküstenregion genießen. Damals verschlug es uns auch nach Bremerhaven. Auswandererhaus, Schifffahrtsmuseum, Shoppingmeile, alles hatten wir uns angesehen. Aber leider nicht das Klimahaus. Warum? Es stand nur der Rohbau und dazu ein alter Bahntransportwagen, der über den Baufortschritt informierte. Der steht da immer noch. Alles andere auch. Aber das nur am Rande.

Mittlerweile ist aus dem Rohbau aber ein semi-hübsches Bauwerk entstanden, welches genau auf dem 8. Längengrad gebaut ist. Genauer 8° 34 Sekunden Ost, aber wen juckt das schon?! 8. Längengrad und fertig ist die Laube.. Ähh, das Anfassmuseum. Der Eingang liegt leicht versteckt in einem Glaskasten, der direkte Anbindung an das nahe gelegene Einkaufszentrum bietet. Lohnt aber nicht. Allerdings hat man schon von da ‘ne klasse Aussicht über den Hafen bzw. die Bucht (ist das da eine Bucht bei Bremerhaven?), sofern das Wetter einigermaßen mitspielt.

Im Klimahaus selbst hat man dann die Wahl zwischen fünf verschiedenen Bereichen (Die Reise, Die Elemente, Die Risiken, Die Chancen und dem [! nicht die (haha)] Wetterdienst). Wir haben selbstverständlich mit der Reise begonnen, der Hauptattraktion des Klimahauses. Wobei, erst einmal war ich noch auf dem Klo. Da war ne Schulklasse. Höchstens sechste Klasse. Ich kenne ja einige stumpfe Witze über Fäkalien. Aber die, also die waren echt der Hammer. So etwas hab ich selten gesehen. Aber gut, die heutige Jugend sprach ich schon an – könnte es aber mal wieder tun, wir waren also auf Reisen.

Die einzelnen Stationen möchte ich hier nicht verraten (es soll ja spannend bleiben). Nur soviel sei gesagt: Es wird heiß und kalt und trocken und feucht (Ihr werdet es zum Teil in den Bildern sehen)! Die Reise führt einen durch die verschiedenen Klimazonen der Welt, einmal um diese herum. Und zwar, wer hätte das gedacht, auf dem 8. Längengrad – jaja, 8° 34 Sekunden Ost. Insgesamt dauert die Reise knapp vier Stunden. Allerdings ist es möglich, nach der Hälfte zu pausieren oder ganz abzubrechen. Es gibt jedoch kein Zurück.

Ich kann jedem, der nur annähernd klima-/umweltinteressiert ist oder einfach nur Fernweh hat, diesen Ausflug aufs Derbste empfehlen. Man lernt unglaublich viel über die einzelnen Länder, die man besucht, darf sogut wie alles anfassen (was NICHT mehr lebt) und hat auch sonst sehr viel Spaß. Wann kann man schon mal die Himmelstreppe hinaufsteigen!? Ich auf jeden Fall würde gerne noch einmal hinfahren und freue mich schon jetzt darauf.

Hier noch einige Impressionen von meinem Mobilfunktelefon (Wer meckert wegen der Qualität, kriegt ‘n Ei an’ Kopp, damit das klar ist):


The same procedure as every year …

Silvester

Zweiter Weihnachtsfeiertag. Ich sitze noch voll verstrahlt vom Gintrinken mit meinen Eltern und der Besinnlichkeit eines Adventskranzes auf meinem Wohnzimmertisch in den eigenen vier Wänden, als mich eine Vibration in Hüftnähe fast aus dem Antiübelkeitskonzept und in Richtung Toilette wirft. “Altah, Weihnachten ist vorbei, was geht’n Silvester?” Wie soll man bitte mitten im Nebel die nächste Nebelwand vorhersagen?
*Summ Summ* Zweite Vibration. Selbe Frage, anderer Absender. Nach der dritten durch Alkohol leicht in Hieroglyphen verwandelten SMS kam sie dann endlich. Die alljährliche Panik kurz vor 12 …
Wo zum Teufel feiere ich dieses Jahr Silvester??!!

Wenn man einen Teil der in meinen Augen zu übertriebenen Weihnachtsvorbereitung einfach für die Planung des Jahreswechsels opfern würde, dann gäbe es jetzt auch keine schreienden und wild im Kreis laufenden Spätzünder, die innerhalb von wenigen Stunden noch die übertriebene Mörder-Party suchen – wie übrigens jedes Jahr. Jedes Jahr nimmt man sich ein und dasselbe vor – Der diesjährige Jahreswechsel wird der Beste von allen bisherigen. Die Mega-Party. The .. wait for it .. Legenday-Party! Sie muss perfekt sein. Die Location muss stimmen, die Gäste müssen stimmen, die Minibar muss aus ihren Nähten platzen, Koks und Nutten nicht zu knapp – Alles muss bis ins kleinste Detail durchgeplant sein. Doch wo finden wir uns alle am 31.12. wieder? – Richtig! Auf einem 6-Mann-Raclette-und-Activity-Abend mit anschließendem Dinner-For-One-gucken (was in meinen Augen nicht verkehrt ist).

Ihr könnt mir sagen was ihr wollt – Es ist so. Ausgenommen man hat natürlich ein paar Schweizerkonten voller Cash und kann problemlos auf dem Times Square oder in der Karibik ins neue Jahr tanzen. Und dann kommt das typische deutsche spießige Rumgeheule! Schrecklich! „Die Party suckt! So habe ich mir das nun wirklich nicht vorgestellt!“ oder „das wird das beschissenste Silvester ever!“..

Man Leute! Wacht auf! Es gibt sie nicht! Es gibt keine perfekte Mega-Party! Ihr werdet diese Party nie erleben. Wacht aus euren Dornröschenträumen auf uns lasst euch von der Realität knutschen. Fakt ist: Es liegt an euch! Ihr wollt die beste Party des Jahres? Dann tut was dafür und zwar für euch selbst. Selbst wenn auf der langweiligen Kegelclub-Party um kurz vor 12 die Hälfte der anwesenden Leute besoffen auf der Kegelbahn pennen oder beim Raclette-Abend auf einmal die zweite Pfanne Feuer fängt – Völlig egal! Ihr seid unter euern Freunden, bei eurer Familie oder im Schaumbad mit eurem Partner. Was zählt ist was ihr daraus macht. Ihr seid ‚AWESOME‘ also steckt mit eurer guten Laune den Rest der Gruppe an und habt einfach Spaß. Was bringen 30 Euro Eintritt für eine öffentliche Party um am Ende nach Luft schnappend auf den Füßen anderer Gäste zu tanzen? Man brauch keine 200-Mann-Fete mit 5.000 Liter Bier – Selbst der kleinste Fondue-Abend kann zum Besten Jahreswechsel ever werden – Man muss ihn nur dazu machen. In diesem Sinne – Habt Spaß wo immer ihr auch am 31. Dezember um 23.59 Uhr seid :-)

Nachwuchs bei Roadeo – Neuer Co-Autor

kevin neuer autor

Es gibt im Leben zahlreiche Positionen, in denen ein Mithelfer mittlerweile unverzichtbar ist. Piloten, Sporttrainer, Mafiabosse, Weihnachtsmänner – Alle haben Sie ihren kleinen, fleißigen Helferlein um sich herum, die sich nicht nur für den angestrebten Erfolg ihr hinteres Sprechorgan aufreißen, sondern sich auch liebevoll um ihre Vorgesetzten sorgen. Unser lieber Freund und Nachbar Mike dachte sich, so einen Hiwi brauchst du auch. Jemand, der für dich die Drecksarbeit macht. Kochen, Putzen, Saugen, Kaffee Kochen, Blog Bewachen und so weiter und so fort. Naja es kam wie es kommen musste – Kurze Zeit später heirateten wir.

Natürlich war das nur eine kleine Flachsrakete, die lediglich zur allgemeinen Auflockerung diente. Es war seine Idee mir einen Platz als Co-Autor in seinem Boot anzubieten – Und keinen Sklavenplatz. Und für ihn kochen muss ich auch nicht. Und verheiratet sind wir auch nicht. Wobei – Wir haben mal darüber gesprochen.Jedenfalls nahm er sich ein paar neue Ziele vor: Ein größerer Beitragsfluss, vielfältigere Beitragsthemen und steigende Besucherzahlen – Ich war ja für Aktfotografie, aber der Tierschutz spielte nicht mit.

Apropo Tiere. Meine Brötchen verdiene ich momentan in einer Seniorenresidenz bei einem Braunschweiger Pflegedienst. Ich gehöre zu der Gattung der niedersächsischen Bürostuhlakrobaten und meine Ausbildung neigt sich langsam dem Ende. Nach einem weiteren Jahr Schule möchte ich mit meinem erworbenen Fachabitur (gehe ich jetzt einfach mal ganz stark von aus) hinaus in die weite, weite Welt. Welcher Studiengang mich auf diesem Weg begleiten wird ist noch unklar. Ich mag Pinguine. Vielleicht kann man das irgendwie verknüpfen.

Ich bin vom Thema abgekommen.. Wo war ich? Richtig! Also – Gemeinsam wollen Mike und ich hier ein bisschen mehr Stimmung machen. Kurz gesagt: Gemeinsam sind wir stark. Was sagte noch gleich eine berühmte politische Person? „Wollt Ihr den to..“ Ne Moment! „YES WE CAN!“ So war es, genau!

Ich habe jetzt mit Absicht keine mörderlange Biographie über mich geschrieben, denn wer mich genauer kennenlernen möchte, der hat die Chance auf dem „Co-Autor“-Button meinen Steckbrief zu beschnuppern oder mich einfach über die aufgeführten Kommunikationsmittel zu stalken ;-)

Ich freue mich auf ein spaßiges und interessantes Co-Autoren-Leben und freue mich natürlich auch nun Teil dieser Seite zu sein, um Euch mit lästigen, perversen und schockierenden Beiträgen voll zu spammen – Ok lästig vielleicht nicht.

Euer Kev (: