Archive

19/11/2010 - roadeo.de

Get yourself a car and ride it on the wind

geyourselfacarandrideitonthewind

Die Idee alles stehen und liegen zu lassen. Der Gedanke von Freiheit. Die Luft einer neuen Umgebung. Dieser Traum, dieses eine Gedankenspiel, es setzt sich zu gerne wie ein Parasit in den eigenen Kopf. Besonders dann, wenn man es eigentlich gar nicht braucht. In Stresssituationen in der Uni, der Schule, der Arbeit oder auch im Kindergarten ist diese Reaktion nur verständlich. Allerdings tendieren wir dazu immer dann das Weite suchen zu wollen, wenn Menschen denen wir Nahe stehen, nerven, streiten oder einfach nur den neu gekauften Pullover von KIK kritisieren.

Ein großer Teil der Menschen wird diesen Traum ihr ganzes Leben verfolgen. Sie finden jedes einzige Mal eine neue Ausrede wieso sie gerade, also wirklich nur gerade einfach nicht gehen können. Jedes andere Mal Leute, aber dies Mal ehrlich nicht. Am liebsten würde man diesen Menschen so kräftig in den Arsch treten, dass sie direkt dahin fliegen wo sie hin wollen. Natürlich immer voraus gesetzt, man wünscht ihnen das Positivste was die Welt ihnen geben kann. Freundschaft und so. Erklärt sich aber von selbst, denke ich.

Das Problem ist gar nicht, wie gerne und oft behauptet wird, das etwaige Einstellen des Kontaktes, sondern viel mehr die Angst vor dem Schritt die wohl vertraute Umgebung zu verlassen und komplettes Neuland zu betreten. Die Angst vor der Veränderung. Volker Pispers greift diese Einstellung auch in einem seiner Programme auf. Wir wollen keine Veränderung. Wir laufen mit Absicht immer wieder in den gleichen Hundehaufen, da wir wissen was passieren wird. Wer kann schon ahnen was passiert wenn wir ausweichen, das wären ja unvorhersehbare Konsequenzen. Hier liegt der Pudel im Pfeffer und weint. Er will ja, aber kann nicht.

Wir kaufen uns lieber ein Reihenhaus in einer mittelteuren Wohngegend mit 25qm Garten und freuen uns über Nachwuchs (ein Junge/ein Mädchen) und die Tatsache, dass wir nur 10 Minuten von den eigenen Eltern entfernt wohnen. Wir schlagen uns mehr schlecht als recht durch ein x-beliebiges austauschbares Leben und freuen uns darüber. Irgendwo in uns ist aber immer diese Stimme. Sie schreit nach Freiheit. Nach Veränderung. Nach Neuem. Nach Unbekanntem. Nach der weiten Welt. Sie will uns daran erinnern unser Leben zu leben und es nicht zu verschenken an Bequemlichkeit und spießbürgerliche Träume. Allerdings haben wir ihr vor langer Zeit den Kehlkopf entfernt.

Xperia X10 von Sony Ericsson

Vor einiger Zeit bin ich in den E-Plus Shop (ja das ist jetzt Base, aber ich bin noch E-Plus Kunde also bleibt das auch E-Plus) meines Vertrauens gegangen und hab mir ein neues Handy gekauft. Zum einen lief mein Vertrag aus, zum anderen war mein altes Handy kaputt. Displaybruch. Klar ich hatte die E-Plus Versicherung, aber ich wollte ein neues Handy. Also rein in den Laden. Kurz umgeschaut, gesagt, getan und fünf Minuten später super glücklich mit neuem Handy wieder raus. Gekauft hab ich mir, wie ihr euch sicher vorstellen könnt (wegen der Überschrift), ein Xperia X10 von Sony Ericsson.

Unboxing Video habe mir gespart, davon gibt es genug im Netz. Die Verpackung sowie das Handy selbst wirken aber auf jeden Fall hochwertig verarbeitet. Nach dem Auspacken, Akku einsetzten und den gefühlten 20.000 Malen “Boah, was ein riesen Display” habe ich es dann auch mal eingeschaltet. Danach direkt wieder aus. Mitgelieferte Speicherkarte vergessen einzusetzen. Also wieder an und dann ging es los. Handy einrichten. Tausend Dinge die ich nicht kannte oder das Handys so etwas überhaupt können. Ich kannte vorher nur mein Samsung U700 Slim, aber das Sony Ericsson X10 ist schon echt eine Nummer. Technische Spezifikationen kann ich euch aus dem Kopf gar nicht sagen, deshalb verlinke ich einfach mal ein Datenblatt!

Dieser Beitrag wurde Anfang Juni oder Juli dieses Jahres bis genau hier hin geschrieben, nachdem ich auf der Seite vom Stiller einen Testbericht versprach,  und ist dann irgendwie in Vergessenheit geraten. Allerdings ist jetzt vor einiger Zeit endlich (nach 2 Monaten Verzögerung) das Android Updated auf Version 2.1 von Sony Ericsson veröffentlicht worden. Vorher lief das X10 mit Version 1.6! Ging auch, war aber nicht geil. 2.1 ist geil, geht aber nicht. =] Nein Scherz, ich bin sehr begeistert von dem Update. Das Handy ist insgesamt von der Oberfläche her moderner, das Telefonbuch mit Facebook verknüpft, ich kann Videos in 720p HD Qualität aufnehmen und die Reaktionszeit ist besser und der Lockscreen und und und… naja es hat allerdings leider immer noch 65k Farben und kein Multi-touch. Was das soll von Sony weiß echt keiner. Naja evtl. mit dem Update im Q1 2011.

Aber lohnt sich das Handy eigentlich, läuft es stabil im täglichen Einsatz? Reagiert es schnell genug? Wie ist das mit dem Internet und wieso braucht man eigentlich ein Smartphone? Wieso? Weil man es kann. Klar lief mein Tag auch so ohne Probleme und meine Termine hab ich auch halbwegs auf die Reihe bekommen, allerdings musste ich immer an irgendeinen PC zum ändern ebendieser. Sei es mein Desktop, mein Laptop oder irgendein Uni oder Freundesrechner. Mit dem Handy kann ich die Termin sofort bearbeiten, Neue hinzufügen und schnell mal checken ob ich da und da zu einem Meeting kann. Hilft bei meiner Vergesslichkeit enorm. Aber nicht nur Termine kann ich bearbeiten auch meine Aufgaben die ich erledigen muss. All das halte ich synchron über meinen Google-Account der auf Grund der Android Basis praktisch und einfach integriert werden kann.

Die Stabilität des Sony Ericsson Homescreens ist tadellos mit einem Plus für die Geschwindigkeit. Allerdings wird man relativ schnell einen alternativen Homescreen nutzen, da man mit diesen viel mehr machen kann. Eigene Icons, bessere Widgets und und und. Klar stürzen diese auch hin und wieder einmal ab, aber das ist ein kleiner Preis dafür, dass man einen wirklichen Mehrwert an Programm und Design bekommt. Damit will ich nicht sagen, dass der Sony Ericsson Bildschirm Mist ist, aber Homereplacements sind halt noch etwas besser. Ich hab mir zusätzlich noch ein Wetter-, ein Batterie- und einige Socialwidgets geholt und habe somit alle wichtigen Funktionen auf einem der sieben Homescreens. Facebook und Twitter sind zusammen in einem Widget integriert und auch die Emailkonten sind seit dem 2.1 Update merklich besser geworden. So hab ich jetzt wie bei Outlook oder Thunderbird einen gemeinsamen Posteingang in dem alle Mailkonten per Farbe unterschieden werden. Perfekt.

Klar, man kommt ohne Smartphone aus, aber manches macht das Leben einfach einfacher. Nicht nur Simyo. Ich sitze mittlerweile wesentlich öfter wieder im Bus. Morgens oder Mittags per Feedreader die Nachrichten checken, Geschichtsanfänge schreiben oder einfach nur ein wenig Angry Birds daddeln. Wer ein Smartphone hat wird mich verstehen. Wer nicht. Kauft euch eins. Es lohnt sich. Nicht unbedingt das Xperia. Es gibt ja noch HTC oder Samsung oder… aber das ist Geschmackssache.