[Review] Californication – Staffel 1

Who the hell is Hank Moody

Hab heute mal die erste (und bis jetzt auch einzige Staffel) von Californication des US Kabelsenders Showtime angefangen. Sehr interessante Serie muss ich sagen. Nicht nur weil ich mehr nackte Brüste gesehen habe als nachts auf Vox, sondern auch weil der Hauptdarsteller David Duchovny wie geboren für die Rolle des Hank Moody ist.Er spielt in Californication einen genialen aber abgewrackten Autor von dem ein Buch bereits, welches den passenden Titel „God hates us all“ trägt, in Hollywood (mit Tom und Katie in den Hauptrollen) verfilmt wurde. D. Duchovny als Hank Moody Einziges Problem an Hank ist, dass er sich gerade in einer Midlifecrisis befindet, da seine „fast“ Frau ihn verlassen hat und er nun „alles fickt was auf seinem Schwanz landet“ (O-Ton der Serie) um den Teil des Schmerzen den er mit Alkohol nicht betäuben kann zumindest für einen kurzen Moment zu vergessen. Aber natürlich kommt es anders als erwartet und… aber seht euch die Serie selbst an, ich will jetzt nicht schon die Hälfte des Plots verraten.

I am Hank, am I?

Das interessante an der Serie ist die Tatsache das sie fast jeden mit dem ich drüber gesprochen habe, zum Nachdenken anregt. Warum weiß ich nicht genau, vielleicht durch die Nähe zum wirklichen Leben außerhalb der Mauern von Hollywood oder vielleicht auch einfach nur weil man automatisch sein eigenes Leben in das des Protagonisten einsetzen will (solange bis es passt). Das Problem daran ist allerdings, dass man nach kurzer Zeit die Tatsachen mit Fiktionen des eigenen Unterbewusstseins mischt und somit nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann, zumindest in den berühmten 15 Minuten nach einem Film/einer Serie.

Der Sound ist Top!

Nur deswegen habe ich auch angefangen diesen Beitrag zu schreiben, aus dem Bedürfnis heraus, mein durch Fiktionen angereichertes Privatleben in das von Hank (so heißt der David in der Serie) hinein zu Staufen und zu Pressen. Hat nicht nicht ganz geklappt, ist vermutlich auch besser so. Daran das ich es aber überhaupt probiert habe ist der, eigentlich nur durch das Wort „genial“ zu beschreibende Soundtrack, nicht gerade Unwesentliches beteiligt. Die Lieder wirken in jeder, aber wirklich jeder, der verschiedenen Situationen wie eigens dafür komponiert. Einfach unglaublich. Was diese Serie zusätzlich unglaublich macht, ist die Tatsache, dass man in einer Dramaserie selten so einen genialen Humor beobachten konnte. Die Autoren dieses Buch wurden wohl wirklich nicht von Gott gehasst. Was außer den Brüsten noch ganz stark (in diesem Falle) ins Ohr fällt sind die schier unendlichen Vielfältigkeiten des Satzbaues um das Wort „FUCK“ herum. Man hört das Wort in fast jedem zweiten oder dritten Satz, was aber keineswegs übertrieben oder besonders Gossenmäßig rüberkommt. Sondern, vermutlich gerade durch die Besetzung mit David Duchovny, überaus realistisch. Er bringt in jeden seiner Sätze eine klitzekleine Prise Humor mit ein, so das man sehr oft seine Lachmuskeln beansprucht, obwohl Californication eine Dramaserie ist.

Wo bleibt Season II?

Insgesamt vermutlich einer der Höhepunkte ‚meiner‘ TV-Saison 2008 und das gute das Schowtime die 2. Staffel schon bestellt hat. Was allerdings aufgrund des Autorenstreiks noch etwas dauern könnte. Man könnte trotzdem noch auf eine Ausstrahlung in der US TV-Saison 08⁄09 hoffen oder aber während der Summersweaps. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

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